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STEINREICH
Mineraloberfläche mit deutlich sichtbarem Glanz und Farbspiel

Härte · Glanz · Strich · Kristallform

Mineralien erkennen und bestimmen

Mineralien sind die Bausteine vieler Gesteine. Eine Bestimmung wird belastbar, wenn mehrere voneinander unabhängige Eigenschaften zusammenpassen – nicht wenn nur Farbe oder Fundort ähnlich wirken.

01

Eigenschaften kombinieren

Mohshärte, Strichfarbe, Glanz, Spaltbarkeit, Bruch und Dichte beschreiben verschiedene Seiten eines Minerals. Gemeinsam grenzen sie Calcit, Quarz, Feldspat, Erze und andere Gruppen ein.

02

Kristallstruktur verstehen

Die regelmäßige innere Ordnung beeinflusst Kristallform, Spaltbarkeit und optische Eigenschaften. Die äußere Form kann durch Platzmangel, Bruch und Verwitterung jedoch unvollständig sein.

03

Grenzen einfacher Tests

Polierte, gefasste oder wertvolle Stücke sollten nicht angekratzt werden. Feinkörnige Gemenge, Synthesen und Behandlungen benötigen häufig Mikroskopie oder instrumentelle Analytik.

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Mineralien im Lexikon

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14 passende, frei zugängliche Steckbriefe mit Kurzantwort, Merkmalen, Vergleichen und Quellen.

Carbonatmineral

Calcit

Lässt sich das Mineral mit einem Messer ritzen, zeigt mehrere glatte Spaltflächen und schäumt an einer frischen Stelle mit geeigneter verdünnter Säure, passt die Kombination gut zu Calcit.

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Carbonatmineral

Dolomit

Ein helles Mineral mit drei vollkommenen Spaltrichtungen, rhomboedrischen Formen und Härte 3,5 bis 4 passt zu Dolomit. Eine frische kompakte Fläche schäumt mit kalter verdünnter Säure meist kaum; Calcit reagiert deutlich. Ohne sicheren Umgang mit Säure bleibt die Bestimmung bewusst vorläufig.

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Silikatgruppe

Feldspat

Ein helles, blockiges Mineral mit zwei glatten Spaltrichtungen und einer Härte um 6 passt zu Feldspat. Feine parallele Streifen auf einer Spaltfläche können für Plagioklas sprechen.

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Halogenidmineral

Fluorit

Würfelige Kristalle, Härte 4 und dreieckige beziehungsweise oktaedrische Spaltstücke passen zu Fluorit. Fluoreszenz kann auftreten, ist aber weder bei jeder Probe vorhanden noch allein beweisend.

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Bleisulfidmineral

Galenit (Bleiglanz)

Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

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Sulfatmineral

Gips

Lässt sich ein helles Mineral leicht mit dem Fingernagel ritzen und zeigt gute Spaltflächen, ist Gips wahrscheinlich. Calcit ist härter; Halit zeigt eher würfelige Spaltung.

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Schichtsilikatgruppe

Glimmer

Löst sich ein glänzendes Mineral in sehr dünne, elastische Blättchen, ist Glimmer wahrscheinlich. Helle Blätter passen eher zu Muskovit, dunkle braune bis schwarze eher zu Biotit.

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Halogenidmineral

Halit

Klare bis weiße Würfel, drei vollkommene Spaltrichtungen im rechten Winkel und sehr geringe Härte passen zu Halit. Ein Geschmackstest ist bei unbekannten Proben unnötig und unsicher. Beobachte Form und Härte; prüfe Löslichkeit höchstens an einem abgetrennten, sicher gehandhabten Krümel.

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Oxidmineral

Hämatit

Erzeugt ein dunkelgraues oder rötliches Mineral auf unglasiertem Porzellan einen klar rotbraunen Strich, spricht das stark für Hämatit. Die äußere Farbe kann deutlich davon abweichen.

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Oxidmineral

Magnetit

Ein schwarzes Mineral, das einen deutlichen schwarzen Strich erzeugt und kräftig auf einen Magneten reagiert, passt zu Magnetit. Metallische Schlacke kann ähnlich reagieren und muss über Struktur und Fundort ausgeschlossen werden.

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Carbonatmineral

Malachit

Intensive grüne Bänder oder faserig-traubige Formen zusammen mit grünem Strich und geringer Härte passen zu Malachit. Ein gleichmäßig gefärbtes, sehr hartes Stück kann behandelt oder ein anderes Material sein.

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Silikatmineralgruppe

Olivin

Olivgrüne, glasige Körner mit hoher Härte und ohne deutliche Spaltflächen passen zu Olivin. Farbe allein genügt nicht, weil auch Epidot, Glas oder verwitterte Minerale grün sein können.

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Sulfidmineral

Pyrit

Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

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Feldspatvertreter · Gerüstsilikat

Sodalith

Blaues, massiges Material mit weißen Adern, Härte etwa 5,5 bis 6 und ohne typischen metallischen Pyrit passt zu Sodalith. Lapislazuli ist dagegen ein Gestein aus mehreren Mineralen und kann Lazurit, Calcit und Pyrit enthalten. Sichtprüfung allein trennt pyritarmen Lapis und Sodalith nicht immer sicher.

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Häufige Fragen

Kurz und
klar beantwortet.

Was ist ein Mineral?+

Ein Mineral ist ein natürlich entstandener, meist anorganischer Feststoff mit charakteristischer Zusammensetzung und geordneter innerer Struktur.

Wie bestimmt man Mineralien?+

Man kombiniert unter anderem Härte, Glanz, Strichfarbe, Spaltbarkeit, Bruch, Dichte, Kristallform und Fundkontext.

Ist jeder Kristall ein Mineral?+

Viele sichtbare Kristalle sind Minerale. Der Begriff Kristall beschreibt jedoch vor allem eine geordnete Struktur; auch andere Stoffe können kristallin sein.