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Metallisch wirkende Fundstücke in einer geologischen Sammlung als Illustration für Pyrit

Sulfidmineral · STEINREICH-LEXIKON

Pyrit bestimmen: Katzengold sicher von Gold unterscheiden

Pyrit ist Eisensulfid mit metallischem, messinggelbem Glanz. Er bildet häufig Würfel oder körnige Aggregate, ist spröde und deutlich härter als echtes Gold.

STEINREICH Redaktion
Pyrit im Bild: Metallisch wirkende Fundstücke in einer geologischen Sammlung als Illustration für PyritBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Pyrit: das wichtigste Merkmal

Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Metallisch glänzende Proben solltest du außerdem mit Galenit und Magnetit vergleichen; die Strichfarbe trennt mehrere Erze, und Pyrit kann als Bestandteil von Lapislazuli auftreten.

01

Katzengold mit scharfen Kanten

Pyrit besitzt eine blass messinggelbe Farbe und starken Metallglanz. Gut ausgebildete Würfel zeigen auf ihren Flächen häufig feine parallele Riefen. Körnige oder massige Formen sind ebenfalls verbreitet.

Das Mineral ist spröde. Bei Belastung splittert es, statt sich flach zu drücken. Seine relativ hohe Härte unterscheidet es von weichem Gold.

02

Strich und Härte

Auf einer unglasierten Porzellantafel erzeugt Pyrit einen dunklen Strich. Gold hinterlässt dagegen einen gelben Strich und lässt sich verformen. Diese Kombination ist hilfreicher als der reine Farbvergleich.

Strichtests beschädigen Probe und Platte und sind bei wertvollen Stücken ungeeignet. Zudem sind sehr harte Minerale auf manchen Tafeln schwer sauber zu prüfen.

03

Verwitterung und Lagerung

Pyrit kann unter feuchten, sauerstoffreichen Bedingungen oxidieren. Dabei entstehen Eisenoxide und saure Reaktionsprodukte; Kristalle können zerfallen oder braune Krusten entwickeln.

Empfindliche Sammlungsstücke sollten trocken, getrennt von feuchteempfindlichen Materialien und regelmäßig kontrolliert gelagert werden. Auffälliger Geruch oder zerfallende Krusten sind Gründe für fachkundige Beratung.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Optisches Bestimmungsmerkmal

Glanz

Glitzert dein Stein nur in einzelnen Punkten, betrachte die blinkenden Körner mit einer Lupe: dünne spaltbare Blättchen können Glimmer sein, messinggelbe kantige Körner Pyrit und glasige helle Körner Quarz oder Feldspat. Glänzt dagegen eine ganze Fläche, beschreibst du deren Glanzart. Erst Strichfarbe, Härte, Spaltbarkeit, Gefüge und Fundkontext grenzen die Kandidaten belastbar ein.

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Bleisulfidmineral

Galenit (Bleiglanz)

Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

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Oxidmineral

Hämatit

Erzeugt ein dunkelgraues oder rötliches Mineral auf unglasiertem Porzellan einen klar rotbraunen Strich, spricht das stark für Hämatit. Die äußere Farbe kann deutlich davon abweichen.

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Oxidmineral

Magnetit

Ein schwarzes Mineral, das einen deutlichen schwarzen Strich erzeugt und kräftig auf einen Magneten reagiert, passt zu Magnetit. Metallische Schlacke kann ähnlich reagieren und muss über Struktur und Fundort ausgeschlossen werden.

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Blaues metamorphes Gestein

Lapislazuli

Echter Lapislazuli kann ein tiefblaues, feinkörniges Gefüge mit unregelmäßigen weißen Calcitpartien und messingfarbenem Pyrit zeigen. Pyrit ist typisch, aber nicht zwingend vorhanden. Goldfarbener Glitzer allein beweist nichts, und gleichmäßig blau gefärbtes Material kann behandelt oder imitiert sein.

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Bestimmungsmethode

Strichfarbe

Ziehe eine frische Kante mit wenig Druck über eine unglasierte Strichtafel. Beurteile die Farbe der zurückbleibenden Pulverlinie – nicht eine bloße Kratzspur in der Platte und nicht die äußere Farbe des Minerals.

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