
Sulfidmineral · STEINREICH-LEXIKON
Pyrit bestimmen: Katzengold sicher von Gold unterscheiden
Pyrit ist Eisensulfid mit metallischem, messinggelbem Glanz. Er bildet häufig Würfel oder körnige Aggregate, ist spröde und deutlich härter als echtes Gold.
Pyrit: das wichtigste Merkmal
Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.
Im Themenfeld weiterdenken
Metallisch glänzende Proben solltest du außerdem mit Galenit und Magnetit vergleichen; die Strichfarbe trennt mehrere Erze, und Pyrit kann als Bestandteil von Lapislazuli auftreten.
Katzengold mit scharfen Kanten
Pyrit besitzt eine blass messinggelbe Farbe und starken Metallglanz. Gut ausgebildete Würfel zeigen auf ihren Flächen häufig feine parallele Riefen. Körnige oder massige Formen sind ebenfalls verbreitet.
Das Mineral ist spröde. Bei Belastung splittert es, statt sich flach zu drücken. Seine relativ hohe Härte unterscheidet es von weichem Gold.
Strich und Härte
Auf einer unglasierten Porzellantafel erzeugt Pyrit einen dunklen Strich. Gold hinterlässt dagegen einen gelben Strich und lässt sich verformen. Diese Kombination ist hilfreicher als der reine Farbvergleich.
Strichtests beschädigen Probe und Platte und sind bei wertvollen Stücken ungeeignet. Zudem sind sehr harte Minerale auf manchen Tafeln schwer sauber zu prüfen.
Verwitterung und Lagerung
Pyrit kann unter feuchten, sauerstoffreichen Bedingungen oxidieren. Dabei entstehen Eisenoxide und saure Reaktionsprodukte; Kristalle können zerfallen oder braune Krusten entwickeln.
Empfindliche Sammlungsstücke sollten trocken, getrennt von feuchteempfindlichen Materialien und regelmäßig kontrolliert gelagert werden. Auffälliger Geruch oder zerfallende Krusten sind Gründe für fachkundige Beratung.
Weiter prüfen.
Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.
- Freie Universität Berlin: MineralbestimmungMakroskopische Kriterien wie Härte, Strich, Glanz, Bruch und Spaltbarkeit↗
- Ruhr-Universität Bochum: Gesteine und MineraleKursmaterial zu gesteinsbildenden Mineralen und wichtigen Diagnosemerkmalen↗
Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.