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Mineralproben als Illustration für die Bestimmung der Strichfarbe

Bestimmungsmethode · STEINREICH-LEXIKON

Strichfarbe bestimmen: Mineralpulver richtig prüfen

Die Strichfarbe ist die Farbe des feinen Mineralpulvers auf einer unglasierten Porzellanplatte. Sie ist bei vielen Mineralen beständiger und diagnostisch hilfreicher als die Farbe der sichtbaren Oberfläche.

STEINREICH Redaktion
Strichfarbe im Bild: Mineralproben als Illustration für die Bestimmung der StrichfarbeBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Strichfarbe: das wichtigste Merkmal

Ziehe eine frische Kante mit wenig Druck über eine unglasierte Strichtafel. Beurteile die Farbe der zurückbleibenden Pulverlinie – nicht eine bloße Kratzspur in der Platte und nicht die äußere Farbe des Minerals.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Strichfarbe und Glanz beantworten verschiedene Fragen: Das Pulver kann rot oder schwarz sein, während die Oberfläche metallisch glänzt. Härte und Magnetismus grenzen weiter ein.

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Warum Strich und Oberfläche verschieden sein können

Fremdstoffe, Verwitterung und Kristallfehler können die sichtbare Farbe eines Minerals stark verändern. Beim Strichtest wird eine kleine Menge Pulver erzeugt, dessen Farbe häufig konstanter ist. Pyrit wirkt metallisch messinggelb, hinterlässt aber einen dunklen grünlich-schwarzen Strich.

Hämatit kann silbrig, schwarz oder rötlich aussehen und zeigt typischerweise einen rötlich-braunen Strich. Gerade bei solchen Mineralen trennt der Test ähnlich wirkende Kandidaten besser als die Oberflächenfarbe allein.

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Den Test sauber durchführen

Verwende die matte, unglasierte Seite einer geeigneten Porzellantafel. Eine kleine frische Kante wird einmal über die Fläche geführt. Ein farbiger Pulverstrich lässt sich gewöhnlich verwischen; eine farblose Rille ist nur eine Beschädigung der Tafel.

Reinige die Tafel zwischen den Proben und vergleiche bei schwachen Ergebnissen auf einer weißen und gegebenenfalls dunklen Unterlage. Sehr kleine oder wertvolle Proben sollten nicht geopfert werden. Bei ihnen sind Lupe, Dichte oder fachliche Analyse oft geeigneter.

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Grenzen der Strichprobe

Minerale, die härter als die Strichtafel sind, ritzen das Porzellan, ohne ausreichend Pulver abzugeben. Quarz liefert deshalb meist keinen brauchbaren weißen Strich, sondern eine Kratzspur. Auch feinkörnige Gesteine enthalten mehrere Minerale und können ein gemischtes Ergebnis zeigen.

Erzeuge keinen Staub von unbekannten, faserigen oder möglicherweise schadstoffhaltigen Materialien. Der Strichtest ist ein Baustein der Bestimmung und wird erst zusammen mit Glanz, Härte, Spaltbarkeit, Dichte und Fundkontext belastbar.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

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Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

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