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Metallisch glänzende Mineraloberfläche als Illustration für Hämatit

Oxidmineral · STEINREICH-LEXIKON

Hämatit bestimmen: Roter Strich, Glanz & Eisenmineral

Hämatit ist Eisenoxid und kann metallisch grau, schwarz, rotbraun oder erdig aussehen. Sein wichtigstes Feldmerkmal ist der rötliche bis rotbraune Strich.

STEINREICH Redaktion
Hämatit im Bild: Metallisch glänzende Mineraloberfläche als Illustration für HämatitBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Hämatit: das wichtigste Merkmal

Erzeugt ein dunkelgraues oder rötliches Mineral auf unglasiertem Porzellan einen klar rotbraunen Strich, spricht das stark für Hämatit. Die äußere Farbe kann deutlich davon abweichen.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Die rote Strichfarbe spricht für Hämatit und gegen Galenit; Metallglanz und Magnetismus trennen weitere Formen. Beide Eisenminerale werden außerdem häufig mit Meteoriten verwechselt.

01

Viele Formen, ein roter Strich

Hämatit tritt als glänzende stahlgraue Kristalle, schuppiger Eisenglanz, dichte rote Massen oder erdiger Rötel auf. Daher führt die Oberflächenfarbe allein oft in die Irre.

Beim Reiben zu Pulver zeigt sich die typische Eigenfarbe des Minerals: rot bis rotbraun. Dieses Merkmal gab Hämatit seinen Namen, der auf Blut verweist.

02

Härte und Magnetismus

Kristalliner Hämatit kann relativ hart sein, erdige Formen wirken deutlich weicher. Deshalb schwanken Kratzbeobachtungen je nach Aufbau und Reinheit der Probe.

Reiner Hämatit ist nicht so stark magnetisch wie Magnetit. Natürliche Verwachsungen oder Erhitzung können die Reaktion verändern, weshalb ein Magnettest allein keine sichere Trennung liefert.

03

Hämatit oder Magnetit?

Magnetit zeigt gewöhnlich einen schwarzen Strich und reagiert deutlich auf einen Magneten. Hämatit liefert den roten Strich und ist meist schwächer magnetisch.

Dunkle Schlacken und künstliche Eisenoxide können beide Merkmale teilweise nachahmen. Fundumstände, Struktur und mehrere Tests gehören deshalb zusammen.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Optisches Bestimmungsmerkmal

Glanz

Glitzert dein Stein nur in einzelnen Punkten, betrachte die blinkenden Körner mit einer Lupe: dünne spaltbare Blättchen können Glimmer sein, messinggelbe kantige Körner Pyrit und glasige helle Körner Quarz oder Feldspat. Glänzt dagegen eine ganze Fläche, beschreibst du deren Glanzart. Erst Strichfarbe, Härte, Spaltbarkeit, Gefüge und Fundkontext grenzen die Kandidaten belastbar ein.

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Oxidmineral

Magnetit

Ein schwarzes Mineral, das einen deutlichen schwarzen Strich erzeugt und kräftig auf einen Magneten reagiert, passt zu Magnetit. Metallische Schlacke kann ähnlich reagieren und muss über Struktur und Fundort ausgeschlossen werden.

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Sulfidmineral

Pyrit

Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

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Bleisulfidmineral

Galenit (Bleiglanz)

Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

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Bestimmungsmethode

Strichfarbe

Ziehe eine frische Kante mit wenig Druck über eine unglasierte Strichtafel. Beurteile die Farbe der zurückbleibenden Pulverlinie – nicht eine bloße Kratzspur in der Platte und nicht die äußere Farbe des Minerals.

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Bestimmungsmethode

Magnetismus

Prüfe zuerst, ob ein kleiner Magnet stark und flächig oder nur punktuell anzieht. Kombiniere das Ergebnis mit Strichfarbe, Poren, Rost oder Metall, Dichte und Fundort. Ein schwarzer Strich plus starke Reaktion passt zu Magnetit; viele Blasen oder glasige Schmelzspuren sprechen eher für Industrieschlacke. Ein Meteorit bleibt selten und lässt sich mit einem Magnettest allein nicht bestätigen.

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Von diesem Merkmal zur Fundfrage

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