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Dunkle metallisch wirkende Mineralstücke als Illustration für Galenit

Bleisulfidmineral · STEINREICH-LEXIKON

Galenit bestimmen: Gewicht, Spaltung & Sicherheit

Galenit, auch Bleiglanz, ist Bleisulfid mit bleigrauem Metallglanz. Auffällig sind sein für die Größe sehr hohes Gewicht, Mohshärte etwa 2,5 und die vollkommene kubische Spaltung.

STEINREICH Redaktion
Galenit (Bleiglanz) im Bild: Dunkle metallisch wirkende Mineralstücke als Illustration für GalenitBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Galenit (Bleiglanz): das wichtigste Merkmal

Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Galenit verbindet Bleiglanz, sehr hohe Dichte und kubische Spaltbarkeit. Strichfarbe und der direkte Vergleich mit Pyrit, Hämatit und Magnetit grenzen metallisch wirkende Proben weiter ein.

01

Metallglanz und ungewöhnlich hohe Dichte

Frischer Galenit ist bleigrau bis silbergrau und stark metallisch glänzend. Kristalle und Bruchstücke zeigen häufig würfelige Formen. Drei vollkommene Spaltrichtungen treffen rechtwinklig aufeinander und erzeugen treppenartige Flächen; verwitterte Oberflächen können dagegen matt oder dunkel angelaufen sein.

Mit einer Dichte um 7,5 fühlt sich Galenit für seine Größe außergewöhnlich schwer an. Dieser Eindruck ist ein besonders nützliches, zerstörungsfreies Merkmal. Vergleiche nur ähnlich große Stücke in der Hand und sichere schwere Proben gegen Herunterfallen, denn das Mineral ist spröde und Spaltstücke können scharfkantig sein.

02

Verwechslungen ohne Pulvertest trennen

Graphit kann ebenfalls grau und metallisch wirken, ist aber viel leichter, fettig und so weich, dass er leicht auf Papier abfärbt. Molybdänit bildet eher biegsame, blättrige Aggregate und ist ebenfalls deutlich leichter. Magnetit ist schwarz, härter und reagiert gewöhnlich auf einen Magneten.

Pyrit besitzt eine messinggelbe statt bleigraue Farbe und ist wesentlich härter. Lötzinn, Schlacke und technische Metallreste können im Fundkontext täuschen. Wenn Dichte, Form und Oberfläche nicht zusammenpassen, sollte die Probe nicht weiter mechanisch bearbeitet, sondern fachkundig untersucht werden.

03

Bleihaltige Probe sicher sammeln

Galenit enthält Blei. Das größte vermeidbare Risiko entsteht, wenn durch Sägen, Schleifen, Bohren, Bürsten oder Strichtests feiner Staub erzeugt und anschließend eingeatmet oder verschluckt wird. Deshalb bleibt die Bestimmung auf Sicht, Gewicht und bereits vorhandene Spaltflächen beschränkt; Essen und Trinken gehören nicht an den Arbeitsplatz.

Bewahre das Stück in einer geschlossenen, beschrifteten Dose außerhalb der Reichweite von Kindern auf und reinige nach der Handhabung Hände sowie Arbeitsfläche. Stark zerfallende oder staubige Proben gehören in fachkundige Hände. Für eine zerstörungsfreie Bestätigung eignen sich im Labor beispielsweise Röntgendiffraktometrie oder Raman- beziehungsweise Röntgenfluoreszenzanalyse.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

Im selben Themenfeld

Optisches Bestimmungsmerkmal

Glanz

Glitzert dein Stein nur in einzelnen Punkten, betrachte die blinkenden Körner mit einer Lupe: dünne spaltbare Blättchen können Glimmer sein, messinggelbe kantige Körner Pyrit und glasige helle Körner Quarz oder Feldspat. Glänzt dagegen eine ganze Fläche, beschreibst du deren Glanzart. Erst Strichfarbe, Härte, Spaltbarkeit, Gefüge und Fundkontext grenzen die Kandidaten belastbar ein.

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Sulfidmineral

Pyrit

Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

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Oxidmineral

Hämatit

Erzeugt ein dunkelgraues oder rötliches Mineral auf unglasiertem Porzellan einen klar rotbraunen Strich, spricht das stark für Hämatit. Die äußere Farbe kann deutlich davon abweichen.

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Oxidmineral

Magnetit

Ein schwarzes Mineral, das einen deutlichen schwarzen Strich erzeugt und kräftig auf einen Magneten reagiert, passt zu Magnetit. Metallische Schlacke kann ähnlich reagieren und muss über Struktur und Fundort ausgeschlossen werden.

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Bestimmungsmethode

Strichfarbe

Ziehe eine frische Kante mit wenig Druck über eine unglasierte Strichtafel. Beurteile die Farbe der zurückbleibenden Pulverlinie – nicht eine bloße Kratzspur in der Platte und nicht die äußere Farbe des Minerals.

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Bestimmungsmethode

Dichte

Wiege die trockene Probe in Gramm, bestimme ihr Volumen in Kubikzentimetern durch Wasserverdrängung und rechne Masse geteilt durch Volumen. Bei porösen, löslichen oder wasserempfindlichen Stücken ist diese Methode ungeeignet.

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STEINREICH ID

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