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STEINREICH
Rauchquarz mit sichtbarer Kristallform

02 · Mineral · 6 Min. Lesezeit

Quarz: Ein Mineral, unzählige Gesichter

Quarz besteht chemisch aus Silizium und Sauerstoff. Doch winzige Beimengungen, Gitterfehler und natürliche Strahlung verwandeln dieselbe Grundstruktur in Bergkristall, Amethyst, Citrin oder Rauchquarz.

Quarz bestimmen: Härte, Bruch & Varietäten im Bild: Rauchquarz mit sichtbarer KristallformBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
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Ein Gerüst aus Silizium und Sauerstoff

Im Quarz ist jedes Siliziumatom von vier Sauerstoffatomen umgeben. Diese Bausteine verbinden sich zu einem dreidimensionalen Gerüst. Die Ordnung ist so stabil, dass Quarz viele Verwitterungsprozesse übersteht und sich deshalb in Sanden und sedimentären Gesteinen anreichert.

Wächst Quarz frei in einen Hohlraum, kann er seine typische sechsseitige Kristallform mit zugespitztem Ende ausbilden. Fehlt der Platz, bleibt er körnig oder füllt feine Gänge aus.

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Farbe ist gespeicherte Geschichte

Reiner Bergkristall ist farblos. Beim Amethyst wirken Spuren von Eisen zusammen mit natürlicher Strahlung auf das Kristallgitter und erzeugen violette Farbtöne. Rauchquarz erhält seine Färbung durch Gitterdefekte, die ebenfalls durch Strahlung beeinflusst werden.

Natürlicher Citrin ist vergleichsweise selten. Viel goldgelber Quarz im Handel ist erhitzter Amethyst. Das macht ihn nicht wertlos, sollte aber transparent angegeben werden. Sehr dunkle, rötlich-orange Spitzen auf heller Basis sind häufig ein Hinweis auf Wärmebehandlung.

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Drei einfache Prüfungen

Quarz ritzt mit Mohshärte 7 gewöhnliches Fensterglas. Er besitzt keine deutliche Spaltbarkeit und bricht oft muschelig, ähnlich wie Glas. Ein frischer Bruch zeigt einen glasigen Glanz, während verwitterte Flächen matt sein können.

Prüfe nie wertvolle Stücke an einer sichtbaren Stelle. Härte, Glanz und Bruchform ergeben gemeinsam ein gutes Indiz. Für eine belastbare Bestimmung kommen Kristallform, Dichte, optische Eigenschaften und Fundkontext hinzu.

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Quellen & redaktionelle Prüfung

Dieses Dossier wurde von Ludwig Munzig redaktionell erstellt und mit den folgenden fachlichen Grundlagen abgeglichen. Die genannten Institutionen sind nicht an STEINREICH beteiligt und bestätigen keine individuelle Fundbestimmung.

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