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Helle kristalline Fundstücke als Illustration für Gips

Sulfatmineral · STEINREICH-LEXIKON

Gips bestimmen: Mohshärte 2, Formen & Verwechslungen

Gips ist wasserhaltiges Calciumsulfat und mit Mohshärte 2 sehr weich. Er lässt sich meist mit dem Fingernagel ritzen und tritt faserig, blättrig, körnig oder als klare Kristalle auf.

STEINREICH Redaktion
Gips im Bild: Helle kristalline Fundstücke als Illustration für GipsBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Gips: das wichtigste Merkmal

Lässt sich ein helles Mineral leicht mit dem Fingernagel ritzen und zeigt gute Spaltflächen, ist Gips wahrscheinlich. Calcit ist härter; Halit zeigt eher würfelige Spaltung.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Gips zeigt je nach Ausbildung Perl- oder Seidenglanz. Vergleiche zusätzlich Halit, Calcit und Fluorit und nutze Härte und Spaltbarkeit gemeinsam.

01

Ein Mineral in vielen Gestalten

Klare, gut ausgebildete Gipskristalle werden häufig Selenit genannt. Feinkörniger, kompakter Gips kann als Alabaster auftreten; parallele Fasern bilden Fasergips.

Die Farbe ist meist weiß oder farblos, kann durch Einschlüsse aber grau, gelblich, rosa oder bräunlich werden.

02

Der Fingernageltest

Mohshärte 2 bedeutet, dass ein Fingernagel auf einer frischen Fläche gewöhnlich eine Spur hinterlässt. Das ist ein hilfreiches, aber beschädigendes Merkmal.

Gips besitzt gute Spaltbarkeit und kann in dünnen Plättchen teilweise biegsam wirken. Er fühlt sich nicht so seifig an wie Talk, der noch weicher ist.

03

Gips, Calcit oder Halit?

Calcit ist mit Mohshärte 3 etwas härter, zeigt rhomboedrische Spaltung und reagiert mit verdünnter Säure. Halit bildet würfelige Kristalle und Spaltstücke.

Geschmackstests an unbekannten Mineralen sind aus Sicherheitsgründen ungeeignet. Beobachtung, Härte und Kristallform reichen für eine erste Eingrenzung aus.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

Im selben Themenfeld

Halogenidmineral

Halit

Klare bis weiße Würfel, drei vollkommene Spaltrichtungen im rechten Winkel und sehr geringe Härte passen zu Halit. Ein Geschmackstest ist bei unbekannten Proben unnötig und unsicher. Beobachte Form und Härte; prüfe Löslichkeit höchstens an einem abgetrennten, sicher gehandhabten Krümel.

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Carbonatmineral

Calcit

Lässt sich das Mineral mit einem Messer ritzen, zeigt mehrere glatte Spaltflächen und schäumt an einer frischen Stelle mit geeigneter verdünnter Säure, passt die Kombination gut zu Calcit.

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Halogenidmineral

Fluorit

Würfelige Kristalle, Härte 4 und dreieckige beziehungsweise oktaedrische Spaltstücke passen zu Fluorit. Fluoreszenz kann auftreten, ist aber weder bei jeder Probe vorhanden noch allein beweisend.

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Bestimmungsmethode

Mohshärte

Teste vorsichtig an einer unauffälligen, frischen Stelle: Hinterlässt ein Prüfmaterial eine bleibende Furche statt nur Abrieb, ist es härter als die Probe. Wiederhole den Vergleich in beide Richtungen und kombiniere ihn mit weiteren Merkmalen.

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Bestimmungsmethode

Spaltbarkeit

Suche nach mehreren glatten, parallelen Flächen, die sich im Stück wiederholen. Ein zufälliger glatter Bruch reicht nicht: Spaltflächen folgen festen Richtungen und treten bei geeigneten Kristallen immer wieder auf.

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Bestimmungsmethode

Dichte

Wiege die trockene Probe in Gramm, bestimme ihr Volumen in Kubikzentimetern durch Wasserverdrängung und rechne Masse geteilt durch Volumen. Bei porösen, löslichen oder wasserempfindlichen Stücken ist diese Methode ungeeignet.

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