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Bläulich schimmernder Mineralkristall als farbliche Illustration für Fluorit

Halogenidmineral · STEINREICH-LEXIKON

Fluorit bestimmen: Härte 4, Spaltung & Farben

Fluorit ist Calciumfluorid mit Mohshärte 4. Er bildet häufig Würfel, besitzt eine vollkommene Spaltbarkeit in vier Richtungen und kann farblos, violett, grün, gelb oder mehrfarbig sein.

STEINREICH Redaktion
Fluorit im Bild: Bläulich schimmernder Mineralkristall als farbliche Illustration für FluoritBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Fluorit: das wichtigste Merkmal

Würfelige Kristalle, Härte 4 und dreieckige beziehungsweise oktaedrische Spaltstücke passen zu Fluorit. Fluoreszenz kann auftreten, ist aber weder bei jeder Probe vorhanden noch allein beweisend.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Ein grüner durchsichtiger Stein kann Fluorit sein; vergleiche ihn über Mohshärte und Spaltbarkeit mit Olivin, Quarz, Turmalin, Smaragd und Glas. Topas kann ebenfalls glasig und farbig wirken, während Calcit und Gips weitere niedrigere Härtestufen markieren.

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Farbe ist bei Fluorit besonders variabel

Fluorit kann nahezu farblos oder intensiv violett, grün, blau, gelb und mehrfarbig zoniert sein. Verunreinigungen und Gitterdefekte beeinflussen die Farbe. Daher taugt sie nicht als alleiniges Merkmal.

Häufige Kristalle sind Würfel. Durch die Spaltbarkeit entstehen dagegen oft oktaedrische Fragmente mit dreieckigen Flächen.

02

Härte und Spaltbarkeit

Fluorit definiert Mohshärte 4. Er ist härter als Calcit, aber weicher als Feldspat und Quarz. Ein Messer kann ihn häufig ritzen.

Die vollkommene Spaltbarkeit macht Kristalle stoßempfindlich. Bestimmungstests an guten Sammlungsstücken sind deshalb riskant und sollten vermieden werden.

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Fluoreszenz richtig einordnen

Manche Fluorite leuchten unter bestimmtem ultraviolettem Licht, andere kaum oder gar nicht. Auch die Leuchtfarbe variiert mit Aktivatoren und Herkunft.

Ein positives Leuchten beweist Fluorit nicht, weil viele andere Minerale fluoreszieren. Ein negatives Ergebnis schließt ihn ebenfalls nicht aus. Härte, Form und Spaltbarkeit bleiben wichtiger.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Calcit

Lässt sich das Mineral mit einem Messer ritzen, zeigt mehrere glatte Spaltflächen und schäumt an einer frischen Stelle mit geeigneter verdünnter Säure, passt die Kombination gut zu Calcit.

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Gips

Lässt sich ein helles Mineral leicht mit dem Fingernagel ritzen und zeigt gute Spaltflächen, ist Gips wahrscheinlich. Calcit ist härter; Halit zeigt eher würfelige Spaltung.

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Halit

Klare bis weiße Würfel, drei vollkommene Spaltrichtungen im rechten Winkel und sehr geringe Härte passen zu Halit. Ein Geschmackstest ist bei unbekannten Proben unnötig und unsicher. Beobachte Form und Härte; prüfe Löslichkeit höchstens an einem abgetrennten, sicher gehandhabten Krümel.

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Mohshärte

Teste vorsichtig an einer unauffälligen, frischen Stelle: Hinterlässt ein Prüfmaterial eine bleibende Furche statt nur Abrieb, ist es härter als die Probe. Wiederhole den Vergleich in beide Richtungen und kombiniere ihn mit weiteren Merkmalen.

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Dichte

Wiege die trockene Probe in Gramm, bestimme ihr Volumen in Kubikzentimetern durch Wasserverdrängung und rechne Masse geteilt durch Volumen. Bei porösen, löslichen oder wasserempfindlichen Stücken ist diese Methode ungeeignet.

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