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STEINREICH
Verschiedene Gesteinsarten mit unterschiedlichen Gefügen

Magmatite · Sedimentite · Metamorphite

Gesteine bestimmen und unterscheiden

Gesteine sind natürliche Gemenge aus einem oder mehreren Mineralen. Ihre Körner, Schichten, Poren und gerichteten Strukturen erzählen, ob Schmelze erstarrte, Sediment verfestigt oder vorhandenes Gestein umgewandelt wurde.

01

Magmatische Gesteine

Granit erstarrt langsam in der Tiefe und zeigt meist sichtbare, ineinandergreifende Mineralkörner. Basalt entsteht aus rasch abkühlender Lava und ist meist deutlich feinkörniger.

02

Sedimentgesteine

Sandstein, Kalkstein und Tonstein entstehen aus abgelagerten Teilchen, chemischen Ausfällungen oder biologischem Material. Schichten, Körner und Fossilien sind wichtige Hinweise.

03

Metamorphe Gesteine

Druck und Temperatur verändern vorhandenes Gestein, ohne es vollständig zu schmelzen. Gneis, Schiefer, Marmor und Quarzit zeigen unterschiedliche Umwandlungsgefüge.

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Gesteine im Lexikon

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18 passende, frei zugängliche Steckbriefe mit Kurzantwort, Merkmalen, Vergleichen und Quellen.

Vulkanisches Gestein

Bimsstein

Sehr viele feine, voneinander getrennte Poren und ein auffallend geringes Gewicht passen zu Bims. Grobe glasige Schlieren, Metallreste oder ein industrieller Fundort sprechen eher für Schlacke.

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Magmatisches Tiefengestein

Diorit

Ein richtungsloses, kristallines Schwarz-Weiß-Mosaik mit wenig sichtbarem Quarz passt zu Diorit. Viel Quarz und Kalifeldspat spricht eher für Granit, ein insgesamt dunkleres Gefüge eher für Gabbro.

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Kieseliges Sedimentgestein

Feuerstein

Dichter Aufbau, wachsig bis matter Glanz, muschelige Bruchflächen und eine mögliche helle Außenrinde passen zu Feuerstein. Die Rinde fehlt an abgerollten oder vollständig gebrochenen Stücken häufig.

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Magmatisches Tiefengestein

Gabbro

Ein dichtes, grobkörniges Mosaik aus hellem Plagioklas und dunklen Pyroxenen passt zu Gabbro. Ist ein ähnlich dunkles Gestein sehr feinkörnig, liegt Basalt näher.

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Metamorphes Gestein

Gneis

Achte zuerst auf wechselnde helle und dunkle Lagen. Sind Quarz, Feldspat und dunkle Minerale sichtbar, aber deutlich eingeregelt oder gebändert, spricht das eher für Gneis als für Granit.

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Gesteinsvergleich

Helles Vulkangestein

Extrem leicht und feinporig spricht für Bims, eine aschige Matrix mit eingelagerten Bruchstücken für Tuff und eine dichte helle Grundmasse mit einzelnen Quarz- oder Feldspatkristallen eher für Rhyolith. Farbe allein reicht nie.

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Technisches Schmelzprodukt

Industrieschlacke

Viele rundliche Blasen, glasige Fließstrukturen, Metallreste oder Rost und ein Fundort nahe Hüttenwerken, Bahntrassen oder alten Auffüllungen sprechen für Industrieschlacke. Magnetismus oder hohes Gewicht allein beweisen sie nicht. Prüfe immer Struktur, Bruch, Dichte und Fundkontext gemeinsam.

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Sedimentgestein

Kalkstein

Eine deutliche Reaktion an einer frischen Stelle mit fachgerecht verwendeter verdünnter Säure spricht für calcitreichen Kalkstein. Farbe und Fossilien allein reichen nicht, denn beide Merkmale sind nicht bei jedem Kalkstein vorhanden.

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Grobklastisches Sedimentgestein · Direktvergleich

Konglomerat oder Brekzie

Prüfe zuerst die groben Komponenten: Sind die meisten Gerölle über zwei Millimeter deutlich gerundet, spricht das für Konglomerat; sind sie überwiegend kantig, für Brekzie. Matrix und Zement verbinden die Klasten, bestimmen aber nicht allein den Namen. Rundung weist auf Abrieb und meist längeren Transport durch Wasser oder Bewegung hin, kantige Stücke auf kurzen Transport oder Bruch nahe der Quelle. Farbe und Härte können stark variieren, weil die enthaltenen Gesteine und das Bindemittel unterschiedlich sind.

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Blaues metamorphes Gestein

Lapislazuli

Echter Lapislazuli kann ein tiefblaues, feinkörniges Gefüge mit unregelmäßigen weißen Calcitpartien und messingfarbenem Pyrit zeigen. Pyrit ist typisch, aber nicht zwingend vorhanden. Goldfarbener Glitzer allein beweist nichts, und gleichmäßig blau gefärbtes Material kann behandelt oder imitiert sein.

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Metamorphes Gestein

Marmor

Suche auf einer frischen Fläche nach einem zuckerkörnig-kristallinen Gefüge. Reagiert das Material zusätzlich mit verdünnter Säure, passt das zu calcitischem Marmor – ein Handelsname allein beweist es nicht.

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Vulkanisches Glas

Obsidian

Glasiger Glanz, muschelige Bruchflächen und fehlende sichtbare Kristalle passen zu Obsidian. Fundort und innere Struktur müssen mitbetrachtet werden, weil schwarzes Industrieglas sehr ähnlich sein kann.

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Porphyrisches magmatisches Gestein · Gefügebegriff

Porphyr

Porphyr erkennst du an zwei klar verschiedenen Korngrößen: einzelne größere Einsprenglinge liegen in einer feinkörnigen bis dichten Grundmasse. Häufig sind helle Feldspäte oder Quarz sichtbar, doch Farbe und Mineralbestand variieren. Der Ausdruck ist ein Gefüge- beziehungsweise historischer Sammelbegriff; für die genaue Gesteinsart müssen Grundmasse, Zusammensetzung und geologischer Kontext hinzukommen. Ein helles quarz- und feldspatreiches vulkanisches Gestein mit diesem Gefüge wird heute oft als porphyrischer Rhyolith beschrieben.

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Metamorphes Gestein

Quarzit

Quarzit ritzt Glas und bricht häufig durch die Quarzkörner statt um sie herum. Ein sandiges Gefühl und herauslösbare Körner sprechen eher für Sandstein.

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Vulkanisches Gestein

Rhyolith

Eine helle, sehr feinkörnige bis dichte Grundmasse mit Quarz- oder Feldspateinsprenglingen passt zu Rhyolith. Lockere Bruchstücke und viele Aschebestandteile sprechen eher für Tuff.

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Sedimentgestein

Sandstein

Sind einzelne sandgroße Körner sichtbar, lösen sich an verwitterten Stellen Körnchen und zeigt das Stück Schichten, liegt Sandstein nahe. Ein sehr hartes, dicht verwachsenes Quarzgefüge spricht eher für Quarzit.

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Metamorphes Gestein

Schiefer

Regelmäßige, sehr ebene Spaltflächen und ein feinkörniges, gerichtetes Gefüge passen zu Tonschiefer. Sichtbare Glimmerblättchen und ein stärkerer Glanz können auf höhergradigen Glimmerschiefer hindeuten.

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Pyroklastisches Gestein

Tuff

Eine feinkörnige bis poröse Matrix mit unterschiedlich großen vulkanischen Fragmenten passt zu Tuff. Eine gleichmäßig kristallisierte oder glasige Masse spricht eher für erstarrte Lava.

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Häufige Fragen

Kurz und
klar beantwortet.

Welche drei Gesteinsarten gibt es?+

Geologisch werden magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine nach ihrer Entstehung unterschieden.

Was ist der Unterschied zwischen Gestein und Mineral?+

Ein Mineral besitzt eine typische chemische Zusammensetzung und Kristallstruktur. Ein Gestein ist meist ein natürliches Gemenge aus mehreren Mineralen.

Kann man Gesteine nur nach der Farbe bestimmen?+

Nein. Gefüge, Korngröße, Mineralbestand, Schichtung, Poren und Fundkontext sind meist aussagekräftiger als die Farbe allein.