Magmatische Gesteine
Granit erstarrt langsam in der Tiefe und zeigt meist sichtbare, ineinandergreifende Mineralkörner. Basalt entsteht aus rasch abkühlender Lava und ist meist deutlich feinkörniger.

Magmatite · Sedimentite · Metamorphite
Gesteine sind natürliche Gemenge aus einem oder mehreren Mineralen. Ihre Körner, Schichten, Poren und gerichteten Strukturen erzählen, ob Schmelze erstarrte, Sediment verfestigt oder vorhandenes Gestein umgewandelt wurde.
Granit erstarrt langsam in der Tiefe und zeigt meist sichtbare, ineinandergreifende Mineralkörner. Basalt entsteht aus rasch abkühlender Lava und ist meist deutlich feinkörniger.
Sandstein, Kalkstein und Tonstein entstehen aus abgelagerten Teilchen, chemischen Ausfällungen oder biologischem Material. Schichten, Körner und Fossilien sind wichtige Hinweise.
Druck und Temperatur verändern vorhandenes Gestein, ohne es vollständig zu schmelzen. Gneis, Schiefer, Marmor und Quarzit zeigen unterschiedliche Umwandlungsgefüge.
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Öffnen →Gefüge, Farbe, Härte und Zusatzmerkmale kombinieren.
Öffnen →Quarz, Feldspat und Glimmer im grobkörnigen Gefüge lesen.
Öffnen →Vulkanische Entstehung, Poren und typische Verwechslungen verstehen.
Öffnen →Einsprenglinge und feinkörnige Grundmasse als Gefüge lesen.
Öffnen →Gerundete und kantige Gesteinsklasten sicher unterscheiden.
Öffnen →Gesteine im Lexikon
18 passende, frei zugängliche Steckbriefe mit Kurzantwort, Merkmalen, Vergleichen und Quellen.
Sehr viele feine, voneinander getrennte Poren und ein auffallend geringes Gewicht passen zu Bims. Grobe glasige Schlieren, Metallreste oder ein industrieller Fundort sprechen eher für Schlacke.
Eintrag lesen →Magmatisches TiefengesteinEin richtungsloses, kristallines Schwarz-Weiß-Mosaik mit wenig sichtbarem Quarz passt zu Diorit. Viel Quarz und Kalifeldspat spricht eher für Granit, ein insgesamt dunkleres Gefüge eher für Gabbro.
Eintrag lesen →Kieseliges SedimentgesteinDichter Aufbau, wachsig bis matter Glanz, muschelige Bruchflächen und eine mögliche helle Außenrinde passen zu Feuerstein. Die Rinde fehlt an abgerollten oder vollständig gebrochenen Stücken häufig.
Eintrag lesen →Magmatisches TiefengesteinEin dichtes, grobkörniges Mosaik aus hellem Plagioklas und dunklen Pyroxenen passt zu Gabbro. Ist ein ähnlich dunkles Gestein sehr feinkörnig, liegt Basalt näher.
Eintrag lesen →Metamorphes GesteinAchte zuerst auf wechselnde helle und dunkle Lagen. Sind Quarz, Feldspat und dunkle Minerale sichtbar, aber deutlich eingeregelt oder gebändert, spricht das eher für Gneis als für Granit.
Eintrag lesen →GesteinsvergleichExtrem leicht und feinporig spricht für Bims, eine aschige Matrix mit eingelagerten Bruchstücken für Tuff und eine dichte helle Grundmasse mit einzelnen Quarz- oder Feldspatkristallen eher für Rhyolith. Farbe allein reicht nie.
Eintrag lesen →Technisches SchmelzproduktViele rundliche Blasen, glasige Fließstrukturen, Metallreste oder Rost und ein Fundort nahe Hüttenwerken, Bahntrassen oder alten Auffüllungen sprechen für Industrieschlacke. Magnetismus oder hohes Gewicht allein beweisen sie nicht. Prüfe immer Struktur, Bruch, Dichte und Fundkontext gemeinsam.
Eintrag lesen →SedimentgesteinEine deutliche Reaktion an einer frischen Stelle mit fachgerecht verwendeter verdünnter Säure spricht für calcitreichen Kalkstein. Farbe und Fossilien allein reichen nicht, denn beide Merkmale sind nicht bei jedem Kalkstein vorhanden.
Eintrag lesen →Grobklastisches Sedimentgestein · DirektvergleichPrüfe zuerst die groben Komponenten: Sind die meisten Gerölle über zwei Millimeter deutlich gerundet, spricht das für Konglomerat; sind sie überwiegend kantig, für Brekzie. Matrix und Zement verbinden die Klasten, bestimmen aber nicht allein den Namen. Rundung weist auf Abrieb und meist längeren Transport durch Wasser oder Bewegung hin, kantige Stücke auf kurzen Transport oder Bruch nahe der Quelle. Farbe und Härte können stark variieren, weil die enthaltenen Gesteine und das Bindemittel unterschiedlich sind.
Eintrag lesen →Blaues metamorphes GesteinEchter Lapislazuli kann ein tiefblaues, feinkörniges Gefüge mit unregelmäßigen weißen Calcitpartien und messingfarbenem Pyrit zeigen. Pyrit ist typisch, aber nicht zwingend vorhanden. Goldfarbener Glitzer allein beweist nichts, und gleichmäßig blau gefärbtes Material kann behandelt oder imitiert sein.
Eintrag lesen →Metamorphes GesteinSuche auf einer frischen Fläche nach einem zuckerkörnig-kristallinen Gefüge. Reagiert das Material zusätzlich mit verdünnter Säure, passt das zu calcitischem Marmor – ein Handelsname allein beweist es nicht.
Eintrag lesen →Vulkanisches GlasGlasiger Glanz, muschelige Bruchflächen und fehlende sichtbare Kristalle passen zu Obsidian. Fundort und innere Struktur müssen mitbetrachtet werden, weil schwarzes Industrieglas sehr ähnlich sein kann.
Eintrag lesen →Porphyrisches magmatisches Gestein · GefügebegriffPorphyr erkennst du an zwei klar verschiedenen Korngrößen: einzelne größere Einsprenglinge liegen in einer feinkörnigen bis dichten Grundmasse. Häufig sind helle Feldspäte oder Quarz sichtbar, doch Farbe und Mineralbestand variieren. Der Ausdruck ist ein Gefüge- beziehungsweise historischer Sammelbegriff; für die genaue Gesteinsart müssen Grundmasse, Zusammensetzung und geologischer Kontext hinzukommen. Ein helles quarz- und feldspatreiches vulkanisches Gestein mit diesem Gefüge wird heute oft als porphyrischer Rhyolith beschrieben.
Eintrag lesen →Metamorphes GesteinQuarzit ritzt Glas und bricht häufig durch die Quarzkörner statt um sie herum. Ein sandiges Gefühl und herauslösbare Körner sprechen eher für Sandstein.
Eintrag lesen →Vulkanisches GesteinEine helle, sehr feinkörnige bis dichte Grundmasse mit Quarz- oder Feldspateinsprenglingen passt zu Rhyolith. Lockere Bruchstücke und viele Aschebestandteile sprechen eher für Tuff.
Eintrag lesen →SedimentgesteinSind einzelne sandgroße Körner sichtbar, lösen sich an verwitterten Stellen Körnchen und zeigt das Stück Schichten, liegt Sandstein nahe. Ein sehr hartes, dicht verwachsenes Quarzgefüge spricht eher für Quarzit.
Eintrag lesen →Metamorphes GesteinRegelmäßige, sehr ebene Spaltflächen und ein feinkörniges, gerichtetes Gefüge passen zu Tonschiefer. Sichtbare Glimmerblättchen und ein stärkerer Glanz können auf höhergradigen Glimmerschiefer hindeuten.
Eintrag lesen →Pyroklastisches GesteinEine feinkörnige bis poröse Matrix mit unterschiedlich großen vulkanischen Fragmenten passt zu Tuff. Eine gleichmäßig kristallisierte oder glasige Masse spricht eher für erstarrte Lava.
Eintrag lesen →Häufige Fragen
Geologisch werden magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine nach ihrer Entstehung unterschieden.
Ein Mineral besitzt eine typische chemische Zusammensetzung und Kristallstruktur. Ein Gestein ist meist ein natürliches Gemenge aus mehreren Mineralen.
Nein. Gefüge, Korngröße, Mineralbestand, Schichtung, Poren und Fundkontext sind meist aussagekräftiger als die Farbe allein.