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Druckgeprägte Gesteinslagen als Illustration für Schieferung

Metamorphes Gestein · STEINREICH-LEXIKON

Schiefer erkennen: Spaltflächen, Gefüge & Unterschiede

Tonschiefer lässt sich häufig entlang engständiger, annähernd paralleler Flächen in dünne Platten spalten. Der Begriff Schiefer wird im Alltag jedoch breiter benutzt als in der Geologie.

STEINREICH Redaktion
Schiefer im Bild: Druckgeprägte Gesteinslagen als Illustration für SchieferungBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Schiefer: das wichtigste Merkmal

Regelmäßige, sehr ebene Spaltflächen und ein feinkörniges, gerichtetes Gefüge passen zu Tonschiefer. Sichtbare Glimmerblättchen und ein stärkerer Glanz können auf höhergradigen Glimmerschiefer hindeuten.

01

Schieferung ist mehr als Schichtung

Bei der Metamorphose richten sich sehr feine plättchenförmige Minerale senkrecht zur größten Druckrichtung aus. Dadurch entsteht eine neue Teilbarkeit, die nicht mit der ursprünglichen Sedimentschichtung übereinstimmen muss.

Tonschiefer wirkt meist sehr feinkörnig und matt bis seidig. Er kann grau, schwarz, grünlich oder rötlich sein. Farbe allein ist auch hier kein eindeutiges Merkmal.

02

Tonschiefer und Glimmerschiefer

Glimmerschiefer entstand unter stärkeren Metamorphosebedingungen und enthält sichtbarere Glimmerblättchen. Seine Oberfläche glänzt häufig stärker und kann wellig wirken. Tonschiefer bleibt feiner und spaltet oft in gleichmäßigere dünne Platten.

Zwischen den Gesteinstypen bestehen Übergänge. Phyllit liegt hinsichtlich Korngröße und Metamorphosegrad häufig zwischen Tonschiefer und Glimmerschiefer und zeigt einen charakteristischen seidigen Glanz.

03

Typische Verwechslungen

Dünn geschichteter Tonstein kann ähnlich aussehen, besitzt aber eine sedimentäre Schichtung statt metamorpher Schieferung. Auch technische Platten aus Faserzement können aus der Entfernung an Schiefer erinnern.

Beurteile Kanten, frische Bruchflächen und die Fortsetzung der Struktur durch das gesamte Stück. Bei alten Baustoffen ist Vorsicht geboten: Unbekannte Faserzementplatten dürfen wegen möglicher Gefahrstoffe nicht zerbrochen oder angeschliffen werden.

QUELLENGRUNDLAGE

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Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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