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Unter Druck umgewandeltes Gestein als Illustration für Quarzit

Metamorphes Gestein · STEINREICH-LEXIKON

Quarzit erkennen: Härte, Gefüge & Unterschied zu Sandstein

Quarzit entsteht meist aus quarzreichem Sandstein. Durch Metamorphose wachsen die Quarzkörner fest zusammen, wodurch ein sehr hartes, dichtes Gestein entsteht.

STEINREICH Redaktion
Quarzit im Bild: Unter Druck umgewandeltes Gestein als Illustration für QuarzitBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Quarzit: das wichtigste Merkmal

Quarzit ritzt Glas und bricht häufig durch die Quarzkörner statt um sie herum. Ein sandiges Gefühl und herauslösbare Körner sprechen eher für Sandstein.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Die Steinkunde ordnet Quarzit als metamorphes Gestein ein. Für die Bestimmung wird er über verzahnte Quarzkörner, Härte, Bruch und Glasglanz eingegrenzt; der direkte Vergleich mit Sandstein sowie mit Quarzitgeröll in einem Konglomerat bleibt entscheidend.

01

Ein fest verschweißtes Quarzmosaik

Unter Druck und Temperatur rekristallisieren die Quarzkörner eines Sandsteins und wachsen an ihren Grenzen zusammen. Ursprüngliche Poren und Bindemittel verschwinden weitgehend. Das Gestein wird dicht und widerstandsfähig.

Reiner Quarzit kann weiß bis grau sein. Eisenoxide erzeugen gelbe, rote oder braune Töne; andere Minerale können grünliche oder dunkle Varianten bilden.

02

Härte und Bruchbild

Da Quarz Mohshärte 7 besitzt, ritzt Quarzit gewöhnliches Glas. Ein frischer Bruch schneidet oft durch das gesamte Korngefüge. Dadurch wirkt die Fläche kompakter als bei vielen Sandsteinen.

Härteproben sollten an einer unauffälligen Stelle stattfinden. Glasritzen allein beweist keinen Quarzit, denn auch andere quarzreiche Materialien können denselben Test bestehen.

03

Quarzit oder Sandstein?

Bei Sandstein sind einzelne Körner häufig klar begrenzt und können an verwitterten Kanten herausbrechen. Der Bruch folgt eher dem Bindemittel um die Körner. Quarzit zeigt stärker verzahnte Grenzen.

Manche sehr hart zementierten Sandsteine nähern sich optisch dem Quarzit. Fundort, Dünnschliff oder Laboranalyse können nötig sein, wenn die genaue geologische Benennung wichtig ist.

PRÜFMATRIX

Quarzit Schritt für Schritt prüfen

  1. 01

    Mit Lupe prüfen, ob Quarzkörner fest verzahnt statt nur verkittet sind

  2. 02

    Frischen Bruch ansehen: Er läuft häufig durch statt um ehemalige Sandkörner

  3. 03

    Hohe Härte als Hinweis nutzen, aber nicht allein entscheiden

  4. 04

    Schichtung, Glimmerlagen und Fundkontext dokumentieren

DIREKTER VERGLEICH

Verwechslungen sicherer trennen

KandidatUnterscheidungsmerkmalEinordnung
SandsteinEinzelne Körner klar begrenzt; Bruch läuft häufiger um KörnerLockerer Kornverband eher Sandstein
GneisDeutliche Hell-Dunkel-Bänder und mehrere sichtbare MineralartenGebändertes Mischgefüge eher Gneis
Massiver QuarzHomogene Quarzmasse ohne erkennbare ehemalige KornstrukturKann ohne Dünnschliff schwer trennbar sein
HÄUFIGE FRAGEN

Kurz und eindeutig

Woran erkennt man echten Quarzit?+

Typisch sind ein sehr hartes, dicht verzahntes Quarzgefüge und ein Bruch, der durch das Kornmosaik läuft.

Was ist der Unterschied zwischen Quarzit und Sandstein?+

Sandstein bewahrt einzelne verkittete Sandkörner. Bei Quarzit sind die Quarzkörner rekristallisiert und stärker verzahnt.

Welche Farbe hat Quarzit?+

Reiner Quarzit ist oft weiß bis grau; Beimengungen können gelbe, rote, grüne oder dunklere Farbtöne erzeugen.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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