Magmatite · Sedimentite · Metamorphite
Gesteinslexikon: Gesteine von A bis Z
Dieses Gesteinslexikon führt von A bis Z zu einzelnen Gesteinsarten. Wenn du Gesteine bestimmen willst, prüfe mit den Steckbriefen einen Namen oder ein Gefüge; Farbe allein reicht dafür nicht.
18 ausführliche EinträgeSinnvoll eingrenzen
Merkmale
vor Namen.
Beginne mit der Struktur: Sind Körner sichtbar, liegen sie gerichtet, zeigen sich Schichten, Poren oder glasige Flächen? Erst danach werden Härte, Minerale und Fundkontext ergänzt.
Die Steckbriefe vergleichen typische Merkmale mit häufigen Verwechslungen. Bei Karbonatgesteinen kann ein vorsichtig gedeuteter Säuretest ergänzen; Übergänge und verwitterte Stücke bleiben dennoch oft unklar.
- 01Gefüge aus mehreren Richtungen ansehen
- 02Frische und verwitterte Fläche vergleichen
- 03Fundort und geologischen Kontext notieren
Gesteine von A bis Z
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Eintrag.
Jede Seite enthält eine Kurzantwort, einen Steckbrief, eine ausführliche Einordnung, Quellen und verwandte Begriffe.
Bimsstein
Sehr viele feine, voneinander getrennte Poren und ein auffallend geringes Gewicht passen zu Bims. Grobe glasige Schlieren, Metallreste oder ein industrieller Fundort sprechen eher für Schlacke.
Eintrag lesen →02 · Magmatisches TiefengesteinDiorit
Ein richtungsloses, kristallines Schwarz-Weiß-Mosaik mit wenig sichtbarem Quarz passt zu Diorit. Viel Quarz und Kalifeldspat spricht eher für Granit, ein insgesamt dunkleres Gefüge eher für Gabbro.
Eintrag lesen →03 · Kieseliges SedimentgesteinFeuerstein
Dichter Aufbau, wachsig bis matter Glanz, muschelige Bruchflächen und eine mögliche helle Außenrinde passen zu Feuerstein. Die Rinde fehlt an abgerollten oder vollständig gebrochenen Stücken häufig.
Eintrag lesen →04 · Magmatisches TiefengesteinGabbro
Ein dichtes, grobkörniges Mosaik aus hellem Plagioklas und dunklen Pyroxenen passt zu Gabbro. Ist ein ähnlich dunkles Gestein sehr feinkörnig, liegt Basalt näher.
Eintrag lesen →05 · Metamorphes GesteinGneis
Achte zuerst auf wechselnde helle und dunkle Lagen. Sind Quarz, Feldspat und dunkle Minerale sichtbar, aber deutlich eingeregelt oder gebändert, spricht das eher für Gneis als für Granit.
Eintrag lesen →06 · GesteinsvergleichHelles Vulkangestein
Extrem leicht und feinporig spricht für Bims, eine aschige Matrix mit eingelagerten Bruchstücken für Tuff und eine dichte helle Grundmasse mit einzelnen Quarz- oder Feldspatkristallen eher für Rhyolith. Farbe allein reicht nie.
Eintrag lesen →07 · Technisches SchmelzproduktIndustrieschlacke
Viele rundliche Blasen, glasige Fließstrukturen, Metallreste oder Rost und ein Fundort nahe Hüttenwerken, Bahntrassen oder alten Auffüllungen sprechen für Industrieschlacke. Magnetismus oder hohes Gewicht allein beweisen sie nicht. Prüfe immer Struktur, Bruch, Dichte und Fundkontext gemeinsam.
Eintrag lesen →08 · SedimentgesteinKalkstein
Eine deutliche Reaktion an einer frischen Stelle mit fachgerecht verwendeter verdünnter Säure spricht für calcitreichen Kalkstein. Farbe und Fossilien allein reichen nicht, denn beide Merkmale sind nicht bei jedem Kalkstein vorhanden.
Eintrag lesen →09 · Grobklastisches Sedimentgestein · DirektvergleichKonglomerat oder Brekzie
Prüfe zuerst die groben Komponenten: Sind die meisten Gerölle über zwei Millimeter deutlich gerundet, spricht das für Konglomerat; sind sie überwiegend kantig, für Brekzie. Matrix und Zement verbinden die Klasten, bestimmen aber nicht allein den Namen. Rundung weist auf Abrieb und meist längeren Transport durch Wasser oder Bewegung hin, kantige Stücke auf kurzen Transport oder Bruch nahe der Quelle. Farbe und Härte können stark variieren, weil die enthaltenen Gesteine und das Bindemittel unterschiedlich sind.
Eintrag lesen →10 · Blaues metamorphes GesteinLapislazuli
Echter Lapislazuli kann ein tiefblaues, feinkörniges Gefüge mit unregelmäßigen weißen Calcitpartien und messingfarbenem Pyrit zeigen. Pyrit ist typisch, aber nicht zwingend vorhanden. Goldfarbener Glitzer allein beweist nichts, und gleichmäßig blau gefärbtes Material kann behandelt oder imitiert sein.
Eintrag lesen →11 · Metamorphes GesteinMarmor
Suche auf einer frischen Fläche nach einem zuckerkörnig-kristallinen Gefüge. Reagiert das Material zusätzlich mit verdünnter Säure, passt das zu calcitischem Marmor – ein Handelsname allein beweist es nicht.
Eintrag lesen →12 · Vulkanisches GlasObsidian
Glasiger Glanz, muschelige Bruchflächen und fehlende sichtbare Kristalle passen zu Obsidian. Fundort und innere Struktur müssen mitbetrachtet werden, weil schwarzes Industrieglas sehr ähnlich sein kann.
Eintrag lesen →13 · Porphyrisches magmatisches Gestein · GefügebegriffPorphyr
Porphyr erkennst du an zwei klar verschiedenen Korngrößen: einzelne größere Einsprenglinge liegen in einer feinkörnigen bis dichten Grundmasse. Häufig sind helle Feldspäte oder Quarz sichtbar, doch Farbe und Mineralbestand variieren. Der Ausdruck ist ein Gefüge- beziehungsweise historischer Sammelbegriff; für die genaue Gesteinsart müssen Grundmasse, Zusammensetzung und geologischer Kontext hinzukommen. Ein helles quarz- und feldspatreiches vulkanisches Gestein mit diesem Gefüge wird heute oft als porphyrischer Rhyolith beschrieben.
Eintrag lesen →14 · Metamorphes GesteinQuarzit
Quarzit ritzt Glas und bricht häufig durch die Quarzkörner statt um sie herum. Ein sandiges Gefühl und herauslösbare Körner sprechen eher für Sandstein.
Eintrag lesen →15 · Vulkanisches GesteinRhyolith
Eine helle, sehr feinkörnige bis dichte Grundmasse mit Quarz- oder Feldspateinsprenglingen passt zu Rhyolith. Lockere Bruchstücke und viele Aschebestandteile sprechen eher für Tuff.
Eintrag lesen →16 · SedimentgesteinSandstein
Sind einzelne sandgroße Körner sichtbar, lösen sich an verwitterten Stellen Körnchen und zeigt das Stück Schichten, liegt Sandstein nahe. Ein sehr hartes, dicht verwachsenes Quarzgefüge spricht eher für Quarzit.
Eintrag lesen →17 · Metamorphes GesteinSchiefer
Regelmäßige, sehr ebene Spaltflächen und ein feinkörniges, gerichtetes Gefüge passen zu Tonschiefer. Sichtbare Glimmerblättchen und ein stärkerer Glanz können auf höhergradigen Glimmerschiefer hindeuten.
Eintrag lesen →18 · Pyroklastisches GesteinTuff
Eine feinkörnige bis poröse Matrix mit unterschiedlich großen vulkanischen Fragmenten passt zu Tuff. Eine gleichmäßig kristallisierte oder glasige Masse spricht eher für erstarrte Lava.
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