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Körnige Gesteinssammlung als Illustration für Diorit

Magmatisches Tiefengestein · STEINREICH-LEXIKON

Diorit erkennen: Schwarz-weißes Gefüge & Abgrenzung

Diorit ist ein mittel- bis grobkörniges Tiefengestein mit einem häufig schwarz-weiß gesprenkelten Gefüge. Heller Plagioklas trifft dabei auf dunkle Amphibole oder Pyroxene.

STEINREICH Redaktion
Diorit im Bild: Körnige Gesteinssammlung als Illustration für DioritBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Diorit: das wichtigste Merkmal

Ein richtungsloses, kristallines Schwarz-Weiß-Mosaik mit wenig sichtbarem Quarz passt zu Diorit. Viel Quarz und Kalifeldspat spricht eher für Granit, ein insgesamt dunkleres Gefüge eher für Gabbro.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Diorit verbindet hellen Plagioklas mit dunklen Mineralen. Vergleiche Gabbro und Feldspat; deutlicher Schiller einzelner Körner kann zum Labradorit-Themenfeld führen.

01

Das typische Salz-und-Pfeffer-Bild

Viele Diorite zeigen helle Plagioklase zwischen dunklen Hornblenden, Biotiten oder Pyroxenen. Daraus entsteht ein gesprenkeltes Muster. Die genaue Farbe variiert mit den Mineralanteilen.

Die Minerale sind miteinander verzahnt und meist ohne bevorzugte Richtung angeordnet. Eine deutliche Bänderung würde eher auf metamorphe Überprägung hinweisen.

02

Entstehung und Stellung

Diorit kristallisiert langsam aus Magma in der Erdkruste. Seine Zusammensetzung liegt grob zwischen quarz- und feldspatreichem Granit und dunklerem Gabbro.

Das vulkanische Gegenstück wird häufig Andesit genannt. Weil vulkanische Gesteine feinkörniger sind, kann die Zuordnung am Handstück dort deutlich schwieriger sein.

03

Grenzen der Sichtbestimmung

Granodiorit, Diorit und Gabbro bilden keine optisch immer scharf trennbaren Schubladen. Für die genaue Klassifikation werden die Anteile bestimmter Minerale bestimmt.

Bei polierten Platten kommen zusätzlich Handelsnamen ins Spiel. Beschreibe deshalb zuerst objektiv Körnung, Helligkeit, sichtbaren Quarz und gerichtete Strukturen, bevor du einen Namen vergibst.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Schillernder Plagioklas-Feldspat

Labradorit

Echter Labradorit zeigt häufig ein tief wirkendes, richtungsabhängiges Farbspiel, das sich beim Drehen deutlich verändert. Dazu passen Feldspatmerkmale wie Mohshärte 6 bis 6,5, heller Strich und zwei Spaltrichtungen nahe 90 Grad. Der Schiller allein beweist weder Naturursprung noch fehlende Behandlung; wertvolle Stücke gehören ins gemmologische Labor.

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Magmatisches Tiefengestein

Gabbro

Ein dichtes, grobkörniges Mosaik aus hellem Plagioklas und dunklen Pyroxenen passt zu Gabbro. Ist ein ähnlich dunkles Gestein sehr feinkörnig, liegt Basalt näher.

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Silikatgruppe

Feldspat

Ein helles, blockiges Mineral mit zwei glatten Spaltrichtungen und einer Härte um 6 passt zu Feldspat. Feine parallele Streifen auf einer Spaltfläche können für Plagioklas sprechen.

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Schichtsilikatgruppe

Glimmer

Löst sich ein glänzendes Mineral in sehr dünne, elastische Blättchen, ist Glimmer wahrscheinlich. Helle Blätter passen eher zu Muskovit, dunkle braune bis schwarze eher zu Biotit.

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Optisches Bestimmungsmerkmal

Glanz

Glitzert dein Stein nur in einzelnen Punkten, betrachte die blinkenden Körner mit einer Lupe: dünne spaltbare Blättchen können Glimmer sein, messinggelbe kantige Körner Pyrit und glasige helle Körner Quarz oder Feldspat. Glänzt dagegen eine ganze Fläche, beschreibst du deren Glanzart. Erst Strichfarbe, Härte, Spaltbarkeit, Gefüge und Fundkontext grenzen die Kandidaten belastbar ein.

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Bestimmungsmethode

Bruch

Betrachte eine vorhandene frische Trennfläche im Streiflicht. Gebogene, schalenförmige Linien sprechen für muscheligen Bruch; wiederholt ebene, parallele Flächen eher für Spaltbarkeit.

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