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Dichte dunkle Steine in einer Sammlung als Illustration für Feuerstein

Kieseliges Sedimentgestein · STEINREICH-LEXIKON

Feuerstein erkennen: Muscheliger Bruch, Rinde & Funken

Feuerstein ist eine dichte, mikrokristalline Form von Kieselsäure, die häufig als Knollen in Kreide und Kalkstein vorkommt. Er bricht muschelig und bildet sehr scharfe Kanten.

STEINREICH Redaktion
Feuerstein im Bild: Dichte dunkle Steine in einer Sammlung als Illustration für FeuersteinBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Feuerstein: das wichtigste Merkmal

Dichter Aufbau, wachsig bis matter Glanz, muschelige Bruchflächen und eine mögliche helle Außenrinde passen zu Feuerstein. Die Rinde fehlt an abgerollten oder vollständig gebrochenen Stücken häufig.

QUERVERBINDUNG

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Feuerstein und Obsidian können beide muschelig brechen; ein natürlich durchlochter Feuerstein wird häufig Hühnergott genannt. In Kreideablagerungen kann Feuerstein außerdem einen fossilen Seeigel einschließen, während ein scharfer Splitter ohne Krone und Wurzel kein fossiler Haifischzahn ist. Mehrere Merkmale zusammen machen die Steinbestimmung belastbar.

01

Dicht, hart und fein aufgebaut

Die Quarzkristalle im Feuerstein sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht getrennt erscheinen. Das Material wirkt homogen und kann schwarz, grau, braun oder beige sein. Dünne Kanten sind teilweise durchscheinend.

Eine matte bis wachsige Oberfläche ist häufig. Frische Bruchflächen können glatter und glänzender wirken. Die helle, kreidige Rinde entsteht an der Grenze zum umgebenden Karbonatgestein.

02

Muscheliger Bruch

Wie Obsidian und technisches Glas bricht Feuerstein in gebogenen Flächen mit scharfen Schneiden. Diese Eigenschaft machte ihn zu einem wichtigen Rohstoff für prähistorische Werkzeuge.

Beim Anschlagen können Splitter gefährlich scharf werden. Ein Funkentest oder unkontrolliertes Zerschlagen ist für die private Bestimmung unnötig und kann Fundstücke sowie Augen und Hände beschädigen.

03

Feuerstein, Hornstein oder Glas?

Hornstein ist der breitere Begriff für dichte kieselige Gesteine; Feuerstein bezeichnet häufig die knollige Variante aus Kreide- und Kalksteinen. Die Grenze der Begriffe wird je nach geologischem Kontext unterschiedlich verwendet.

Technisches Glas ist oft gleichmäßiger glasig und kann Fließlinien oder künstliche Oberflächen zeigen. Fundort, Außenrinde und das mikrokristalline Erscheinungsbild liefern gemeinsam die bessere Einordnung.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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Hühnergott

Ein Hühnergott besitzt ein natürlich entstandenes, vollständig durchgehendes Loch. Suche an Lochwand und Außenfläche nach zusammenhängender Verwitterung, Abrundung oder Patina; frische, gleichmäßig zylindrische Riefen sprechen eher für eine Bohrung. Das Loch allein bestimmt das Material nicht: An Nord- und Ostseeküsten sind durchlochte Feuersteine bekannt, Hohlräume können aber auch in anderen Gesteinen entstehen. Fundort, Bruch, Härte und die innere Oberfläche müssen deshalb gemeinsam passen.

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