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STEINREICH
Heller Bimsstein mit zahlreichen feinen und mittelgroßen Gasporen in der vulkanischen Gesteinsstruktur

Vulkanisches Gestein · STEINREICH-LEXIKON

Bimsstein erkennen: Poren, Gewicht & Entstehung

Bims ist ein sehr poröses vulkanisches Gestein, das aus gasreicher, rasch erstarrter Schmelze entsteht. Viele Stücke sind für ihre Größe ungewöhnlich leicht; manche schwimmen zunächst auf Wasser.

STEINREICH Redaktion
Bimsstein im Bild: Heller Bimsstein in Nahaufnahme: Die vielen eingeschlossenen Gasblasen erzeugen das poröse, schaumartige Gefüge und das für die Größe geringe Gewicht.Fotorealistisches Referenzmotiv: STEINREICH. Natürliche Fundstücke variieren.
KURZANTWORT

Bimsstein: das wichtigste Merkmal

Sehr viele feine, voneinander getrennte Poren und ein auffallend geringes Gewicht passen zu Bims. Grobe glasige Schlieren, Metallreste oder ein industrieller Fundort sprechen eher für Schlacke.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Ein helles Vulkangestein wird über Gefüge statt Farbe getrennt: Bimsstein gehört in ein Vergleichsfeld mit Tuff, Rhyolith und Porphyr. Seine vielen Gasblasen unterscheiden ihn außerdem vom Hühnergott mit einem einzelnen natürlich entstandenen Durchgang.

01

Ein Schaum aus vulkanischem Glas

In gasreicher Magma stehen gelöste Gase unter hohem Druck. Beim Aufstieg und Ausbruch dehnen sie sich aus. Erstarrt die schaumige Schmelze rasch, bleiben zahllose Blasenräume erhalten.

Die Porenwände bestehen meist aus vulkanischem Glas mit sehr kleinen Kristallen. Die Hohlräume senken die Dichte stark. Ob ein Stück schwimmt, hängt jedoch von Porenstruktur, Wasseraufnahme und Verwitterung ab.

02

Bims am Handstück

Typisch ist eine scharfkantige, schwammartige Oberfläche mit vielen kleinen Poren. Bims kann weiß, grau, beige, gelblich oder dunkler sein. Sehr helle Farbe ist häufig, aber nicht zwingend.

Das Gestein kann rau wirken und leicht Körnchen verlieren. Beim Umgang ist Staub zu vermeiden; unbekannte poröse Materialien sollten nicht geschliffen oder eingeatmet werden.

03

Bims, Schlacke oder Porenbeton?

Hüttenschlacke kann ebenfalls leicht und blasig sein. Unregelmäßige Glasfarben, Metallpartikel, eine magnetische Reaktion oder industrielle Fundumstände erhöhen den Schlackeverdacht.

Porenbeton besitzt meist eine auffällig gleichmäßige, technische Porenstruktur und gerade Bruch- oder Schnittflächen. Bei kleinen, stark verwitterten Fragmenten kann die Unterscheidung ohne Kontext schwierig bleiben.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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