
01 · Gestein · 8 Min. Lesezeit
Basalt: Wenn flüssiges Feuer zu Stein wird
Basalt ist erstarrte Bewegung. Wo dünnflüssige Lava an die Oberfläche tritt und rasch abkühlt, entsteht ein dichtes, meist dunkles Gestein – und manchmal eine Landschaft aus regelmäßigen Säulen.
Eine Momentaufnahme aus Lava
Basalt entsteht überwiegend aus basaltischem Magma. Es enthält vergleichsweise wenig Kieselsäure und kann deshalb relativ leicht fließen. Gelangt es als Lava an die Erdoberfläche, verliert es Wärme schnell. Für große Kristalle bleibt kaum Zeit: Das Gefüge wird fein und die einzelnen Minerale sind mit bloßem Auge oft schwer zu unterscheiden.
Gasblasen können während der Erstarrung Hohlräume hinterlassen. Später füllen mineralreiche Lösungen diese Kammern manchmal mit Zeolithen, Calcit oder Quarz. Ein unscheinbarer dunkler Stein kann deshalb innen eine vollkommen andere Welt tragen.
Warum Basalt Säulen bildet
Beim Abkühlen zieht sich Lava zusammen. Dadurch entstehen Spannungsrisse, die sich von der Oberfläche in das Gestein fortsetzen. Treffen die Risse in einem annähernd gleichmäßigen Muster aufeinander, bilden sich polygonale Säulen. Häufig sind sie fünf- oder sechseckig – keine Kristalle, sondern ein geometrisches Schrumpfungsmuster.
Die Richtung der Säulen steht ungefähr senkrecht zur damaligen Abkühlungsfläche. Geologinnen und Geologen können daran ablesen, wie ein Lavastrom oder eine mächtige magmatische Lage Wärme verlor.
Basalt im Handstück erkennen
Typisch sind die dunkle Farbe, ein dichtes Gefüge und ein relativ hohes Gewicht. Kleine helle Einsprenglinge können Feldspäte sein; grünliche Punkte weisen gelegentlich auf Olivin hin. Poröser Basalt fühlt sich deutlich leichter an, während massiver Basalt kompakt und gleichmäßig wirkt.
Farbe allein genügt nie für eine sichere Bestimmung. Schlacke aus Industrieprozessen kann sehr ähnlich aussehen. Glasiger Glanz, auffällige Schlieren, Metallreste oder eine Fundstelle nahe früherer Industrieanlagen sind Hinweise, genauer hinzusehen.
Quellen & redaktionelle Prüfung
Dieses Dossier wurde von Ludwig Munzig redaktionell erstellt und mit den folgenden fachlichen Grundlagen abgeglichen. Die genannten Institutionen sind nicht an STEINREICH beteiligt und bestätigen keine individuelle Fundbestimmung.
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