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STEINREICH

Härte · Glanz · Strich · Spaltbarkeit

Mineralienlexikon: Mineralien von A bis Z

Dieses Mineralienlexikon führt von A bis Z zu Mineralen und wichtigen Schmucksteinen. Wenn du Mineralien bestimmen willst, zählt von Calcit bis Turmalin die Kombination mehrerer Eigenschaften.

35 ausführliche Einträge

Sinnvoll eingrenzen

Merkmale
vor Namen.

Farbe ist attraktiv, aber häufig variabel. Mondstein, Topas und Türkis sowie Rubin, Saphir und Diamant zeigen besonders deutlich, warum Härte, Strichfarbe, Glanz, Spaltbarkeit, Bruch und Dichte nur in Kombination belastbare Hinweise liefern.

Die Einträge beschreiben typische Erscheinungsformen, Grenzen einfacher Tests und wichtige Verwechslungen. Seltene Varianten und feinkörnige Gemenge können eine fachliche Analyse erfordern.

  1. 01Nie nur nach Farbe bestimmen
  2. 02Tests zuerst an unauffälliger Stelle planen
  3. 03Unbekannten Staub und riskante Proben vermeiden

Mineralien von A bis Z

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Eintrag.

Jede Seite enthält eine Kurzantwort, einen Steckbrief, eine ausführliche Einordnung, Quellen und verwandte Begriffe.

01 · Chalcedon-Varietät

Achat

Feine, durchgehende Bänder in einem dichten, harten und teils durchscheinenden Material passen zu Achat. Sehr grelle, gleichmäßig in Risse eingedrungene Farben können auf Färbung hinweisen.

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02 · Quarzvarietät

Amethyst

Violette Farbe, Quarzhärte, muscheliger Bruch und eine sechsseitige Kristallform passen zu Amethyst. Blasen oder sehr gleichmäßige Farbschlieren sprechen eher für Glas.

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03 · Blaugrüne bis blaue Beryllvarietät

Aquamarin

Hellblau bis blaugrüne Farbe, hohe Härte und eine längliche sechsseitige Kristallform passen zu Aquamarin, beweisen ihn aber nicht. Glas, synthetischer Beryll und andere blaue Edelsteine können ähnlich aussehen. Naturursprung und Behandlungen lassen sich sicher nur mit gemmologischen Messungen, Mikroskopie und gegebenenfalls Spektroskopie klären.

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04 · Farblose Quarzvarietät

Bergkristall

Bergkristall ist Quarz und hat Mohshärte 7. Er ritzt gewöhnliches Glas, wird von einem Stahlnagel oder Messer nicht leicht geritzt, besitzt keine deutliche Spaltbarkeit und bricht muschelig. Runde Blasen, Fließlinien oder Gussnähte sprechen eher für Glas.

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05 · Fossiles Harz · organisches Schmuckmaterial

Bernstein

Echter Bernstein fühlt sich für seine Größe auffallend leicht an und lädt sich trocken gerieben elektrostatisch auf. Ein Salzwassertest kann loses Material eingrenzen, beweist die Echtheit aber nicht. Heiße Nadel, Brennprobe und aggressive Lösungsmittel beschädigen das Stück und gehören nicht zur sicheren Prüfung.

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06 · Carbonatmineral

Calcit

Lässt sich das Mineral mit einem Messer ritzen, zeigt mehrere glatte Spaltflächen und schäumt an einer frischen Stelle mit geeigneter verdünnter Säure, passt die Kombination gut zu Calcit.

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07 · Gelbe bis orange Quarzvarietät

Citrin

Ein gelber Stein ist nicht allein wegen seiner Farbe Naturcitrin. Quarzhärte, fehlende Spaltbarkeit und muscheliger Bruch grenzen Glas und weichere Imitationen ein. Ob die gelbe Farbe natürlich entstand, durch Erhitzen von Amethyst erzeugt wurde oder aus synthetischem Quarz stammt, lässt sich mit Heimtests nicht zuverlässig entscheiden.

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08 · Kristalliner Kohlenstoff

Diamant

Ein einzelner Heimtest beweist keinen natürlichen Diamanten. Zum Material passen Mohshärte 10, Diamantglanz, starke Lichtdispersion, eine Dichte um 3,52 g/cm³ und vollkommene Spaltbarkeit. Labordiamanten besitzen nahezu dieselben chemischen, optischen und physikalischen Eigenschaften wie natürliche Diamanten. Naturursprung, Behandlung und moderne Imitationen trennt zuverlässig erst eine gemmologische Laborprüfung.

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09 · Carbonatmineral

Dolomit

Ein helles Mineral mit drei vollkommenen Spaltrichtungen, rhomboedrischen Formen und Härte 3,5 bis 4 passt zu Dolomit. Eine frische kompakte Fläche schäumt mit kalter verdünnter Säure meist kaum; Calcit reagiert deutlich. Ohne sicheren Umgang mit Säure bleibt die Bestimmung bewusst vorläufig.

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10 · Silikatgruppe

Feldspat

Ein helles, blockiges Mineral mit zwei glatten Spaltrichtungen und einer Härte um 6 passt zu Feldspat. Feine parallele Streifen auf einer Spaltfläche können für Plagioklas sprechen.

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11 · Halogenidmineral

Fluorit

Würfelige Kristalle, Härte 4 und dreieckige beziehungsweise oktaedrische Spaltstücke passen zu Fluorit. Fluoreszenz kann auftreten, ist aber weder bei jeder Probe vorhanden noch allein beweisend.

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12 · Bleisulfidmineral

Galenit (Bleiglanz)

Ein bleigraues, metallisch glänzendes und überraschend schweres Stück mit rechtwinkligen Spaltflächen passt zu Galenit. Weil es Blei enthält, wird es weder geritzt, angeschliffen noch als Strichprobe pulverisiert. Nach dem Anfassen Hände reinigen und das Stück geschlossen sowie außer Reichweite von Kindern lagern.

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13 · Sulfatmineral

Gips

Lässt sich ein helles Mineral leicht mit dem Fingernagel ritzen und zeigt gute Spaltflächen, ist Gips wahrscheinlich. Calcit ist härter; Halit zeigt eher würfelige Spaltung.

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14 · Schichtsilikatgruppe

Glimmer

Löst sich ein glänzendes Mineral in sehr dünne, elastische Blättchen, ist Glimmer wahrscheinlich. Helle Blätter passen eher zu Muskovit, dunkle braune bis schwarze eher zu Biotit.

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15 · Silikatmineralgruppe

Granat

Kantig-rundliche Kristalle mit hoher Härte und ohne gute Spaltflächen passen zu Granat, besonders in Glimmerschiefer oder Gneis. Rotbraune Farbe allein ist kein Beweis.

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16 · Halogenidmineral

Halit

Klare bis weiße Würfel, drei vollkommene Spaltrichtungen im rechten Winkel und sehr geringe Härte passen zu Halit. Ein Geschmackstest ist bei unbekannten Proben unnötig und unsicher. Beobachte Form und Härte; prüfe Löslichkeit höchstens an einem abgetrennten, sicher gehandhabten Krümel.

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17 · Oxidmineral

Hämatit

Erzeugt ein dunkelgraues oder rötliches Mineral auf unglasiertem Porzellan einen klar rotbraunen Strich, spricht das stark für Hämatit. Die äußere Farbe kann deutlich davon abweichen.

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18 · Jadeit oder Nephrit

Jade

Farbe allein beweist keine Jade. Echtes Jadematerial wirkt dicht, fein verwachsen und ungewöhnlich zäh; Jadeit und Nephrit können jedoch sehr verschieden aussehen. Klopf-, Kratz-, Wärme- oder Gewichtstests zu Hause reichen nicht aus, um Art, Behandlung und natürlichen Ursprung sicher festzustellen.

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19 · Schillernder Plagioklas-Feldspat

Labradorit

Echter Labradorit zeigt häufig ein tief wirkendes, richtungsabhängiges Farbspiel, das sich beim Drehen deutlich verändert. Dazu passen Feldspatmerkmale wie Mohshärte 6 bis 6,5, heller Strich und zwei Spaltrichtungen nahe 90 Grad. Der Schiller allein beweist weder Naturursprung noch fehlende Behandlung; wertvolle Stücke gehören ins gemmologische Labor.

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20 · Oxidmineral

Magnetit

Ein schwarzes Mineral, das einen deutlichen schwarzen Strich erzeugt und kräftig auf einen Magneten reagiert, passt zu Magnetit. Metallische Schlacke kann ähnlich reagieren und muss über Struktur und Fundort ausgeschlossen werden.

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21 · Carbonatmineral

Malachit

Intensive grüne Bänder oder faserig-traubige Formen zusammen mit grünem Strich und geringer Härte passen zu Malachit. Ein gleichmäßig gefärbtes, sehr hartes Stück kann behandelt oder ein anderes Material sein.

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22 · Adularisierender Feldspat

Mondstein

Bewege den Stein unter einer einzelnen diffusen Lichtquelle. Bei Mondstein scheint ein weicher Lichtschein unter der Oberfläche zu schweben und über den Stein zu wandern. Dazu müssen Feldspatmerkmale wie Mohshärte 6 bis 6,5, zwei Spaltrichtungen und Glas- bis Perlglanz passen. Der Effekt allein trennt natürlichen Mondstein aber weder sicher von behandeltem Material noch von jeder Imitation.

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23 · Silikatmineralgruppe

Olivin

Olivgrüne, glasige Körner mit hoher Härte und ohne deutliche Spaltflächen passen zu Olivin. Farbe allein genügt nicht, weil auch Epidot, Glas oder verwitterte Minerale grün sein können.

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24 · Wasserhaltige Kieselsäure · Mineraloid

Opal

Natürliches Opalfarbspiel verändert sich mit Blick- und Lichtwinkel und kann unregelmäßig tief im Material liegen. Eine sichtbare Klebeschicht, ein dunkler Unterbau oder eine klare Kappe weisen auf Dublette beziehungsweise Triplette hin. Synthetischer Opal kann sehr überzeugend sein; die sichere Trennung gelingt nicht mit einem einzigen Heimtest.

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25 · Sulfidmineral

Pyrit

Messinggelber Glanz, kantige Kristalle, eine dunkle grünlich-schwarze Strichfarbe und sprödes Verhalten passen zu Pyrit. Gold ist weicher, verformbar und hinterlässt einen gelben Strich.

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26 · Rauchgraue bis braune Quarzvarietät

Rauchquarz

Ein graubrauner transparenter bis durchscheinender Stein mit Quarzhärte, fehlender Spaltbarkeit und muscheligem Bruch passt zu Rauchquarz. Glas kann durch Blasen oder Fließlinien auffallen. Ob die Rauchfarbe natürlich oder künstlich durch Bestrahlung erzeugt wurde, ist am Aussehen allein nicht zuverlässig feststellbar.

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27 · Quarzvarietät

Rosenquarz

Ein dichtes, rosa bis milchig-rosa Stück, das Glas ritzt, selbst von einer Stahlklinge kaum geritzt wird und keine glatten Spaltflächen zeigt, passt zu Rosenquarz. Farbe allein beweist nichts: Blasen, Gussnähte oder ein ungewöhnlich geringes Gewicht sprechen eher für Glas oder Kunstharz.

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28 · Roter Korund

Rubin

Farbe allein beweist keinen Rubin. Zu rotem Korund passen Mohshärte 9, eine Dichte um 4,0 g/cm³, Glas- bis Diamantglanz, weißer Strich und fehlende echte Spaltbarkeit. Natürlicher und synthetischer Rubin besitzen dieselbe Mineralart und können optisch sehr ähnlich sein. Wärmebehandlung, Diffusion und Glasfüllung lassen sich zu Hause ebenfalls nicht sicher ausschließen.

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29 · Nicht roter Korund

Saphir

Blau allein beweist keinen Saphir. Zu Korund passen Mohshärte 9, eine Dichte um 4,0 g/cm³, weißer Strich, Glas- bis Diamantglanz und fehlende echte Spaltbarkeit. Natürliche und synthetische Saphire teilen diese Grundmerkmale. Ob ein Stein natürlich gewachsen, erhitzt, diffusionsbehandelt oder synthetisch ist, erfordert meist Mikroskopie und weitere Laborverfahren.

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30 · Grüne Beryllvarietät

Smaragd

Ein grüner Stein ist nicht automatisch Smaragd. Natürliche Smaragde können charakteristische, unregelmäßige Einschlüsse besitzen; Glas zeigt mitunter runde Blasen. Synthetischer Smaragd hat jedoch dieselbe Grundzusammensetzung wie natürlicher Smaragd und lässt sich zu Hause nicht zuverlässig ausschließen.

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31 · Feldspatvertreter · Gerüstsilikat

Sodalith

Blaues, massiges Material mit weißen Adern, Härte etwa 5,5 bis 6 und ohne typischen metallischen Pyrit passt zu Sodalith. Lapislazuli ist dagegen ein Gestein aus mehreren Mineralen und kann Lazurit, Calcit und Pyrit enthalten. Sichtprüfung allein trennt pyritarmen Lapis und Sodalith nicht immer sicher.

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32 · Faserige Quarzvarietät

Tigerauge

Typisches Tigerauge zeigt parallel verlaufende goldene bis braune Bänder und ein Lichtband, das sich beim Kippen quer zur Faserrichtung bewegt. Dazu passen Quarzhärte und ein dichtes Gefühl. Ein starrer, perfekt gleichmäßiger Lichtstreifen oder sichtbare Gussmerkmale sprechen eher für eine Imitation.

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33 · Aluminium-Fluor-Silikat

Topas

Topas lässt sich nicht allein an Farbe oder Klarheit erkennen. Zu ihm passen Mohshärte 8, Glasglanz, eine Dichte um 3,5 und vollkommene Spaltbarkeit. Gelber Topas kann wie Citrin, blauer Topas wie Aquamarin und farbloser Topas wie Glas wirken. Für eine zerstörungsfreie Trennung sind Brechungsindex, Dichte und Mikroskopie aussagekräftiger als Heimtests.

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34 · Wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat

Türkis

Farbe und dunkle Adern beweisen keinen echten Türkis. Zum Mineral passen Mohshärte 5 bis 6, wachsiger bis matter Glanz, weißer bis blass grünblauer Strich und eine feinkörnige Struktur. Gefärbter Howlith, Magnesit, Keramik, Kunststoff und Harz können das Erscheinungsbild nachahmen. Ob Türkis natürlich, stabilisiert, gefärbt oder rekonstruiert ist, lässt sich oft erst im Labor sicher trennen.

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35 · Silikatmineralgruppe

Turmalin

Ein länglicher, stark längsgeriefter Kristall mit hoher Härte und dreieckig wirkendem Querschnitt passt zu Turmalin. Farbe allein ist wegen der großen Vielfalt kaum diagnostisch.

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