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Helle karbonatische Gesteins- und Mineralstücke als Illustration für Dolomit

Carbonatmineral · STEINREICH-LEXIKON

Dolomit bestimmen: Härte, Spaltung & Calcit-Test

Dolomit ist Calcium-Magnesium-Carbonat. Typisch sind helle bis rosafarbene Rhomboeder, Mohshärte 3,5 bis 4 und eine deutlich schwächere Reaktion mit kalter verdünnter Säure als bei Calcit.

STEINREICH Redaktion
Dolomit im Bild: Helle karbonatische Gesteins- und Mineralstücke als Illustration für DolomitBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Dolomit: das wichtigste Merkmal

Ein helles Mineral mit drei vollkommenen Spaltrichtungen, rhomboedrischen Formen und Härte 3,5 bis 4 passt zu Dolomit. Eine frische kompakte Fläche schäumt mit kalter verdünnter Säure meist kaum; Calcit reagiert deutlich. Ohne sicheren Umgang mit Säure bleibt die Bestimmung bewusst vorläufig.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Vergleiche Dolomit direkt mit Calcit und Kalkstein und deute den Säuretest vorsichtig; bei rekristallisiertem Gefüge ist zusätzlich die Abgrenzung zu Marmor sinnvoll.

01

Mineral Dolomit oder Gestein Dolomitstein?

Dolomit bezeichnet mineralogisch die Verbindung CaMg(CO₃)₂. Ein Gestein, das überwiegend daraus besteht, heißt genauer Dolomitstein oder Dolostein. Im Handstück kann das Gestein zusätzlich Calcit, Quarz, Tonminerale oder Fossilreste enthalten, sodass seine Reaktion und Härte nicht überall gleich ausfallen.

Einzelkristalle sind farblos, weiß, grau, gelblich oder blassrosa und können leicht gebogene Kristallflächen besitzen. Massiger Dolomit wirkt oft beige, grau oder stumpf weiß. Farbe allein trennt ihn weder von Calcit noch von Gips oder Feldspat.

02

Rhomboeder und mittlere Härte

Drei vollkommene Spaltrichtungen erzeugen Rhomboeder: Die Flächen treffen sich schiefwinklig, nicht wie bei einem Würfel in rechten Winkeln. Mit Mohshärte 3,5 bis 4 ist Dolomit härter als Calcit und Gips, aber deutlich weicher als Feldspat oder Quarz. Stahl ritzt ihn meist; Glas ritzt er gewöhnlich nicht zuverlässig.

Prüfe zuerst vorhandene Bruch- und Spaltflächen mit einer Lupe. Neue Flächen durch Schlagen zu erzeugen ist unnötig und kann Splitter freisetzen oder ein Sammlungsstück zerstören. Ein weißer Strich ist mit vielen hellen Mineralen gemeinsam und daher nur ein ergänzendes Merkmal.

03

Warum der Säuretest Grenzen hat

Calcit schäumt an einer frischen Fläche mit kalter verdünnter Säure deutlich. Kompakter Dolomit reagiert unter denselben Bedingungen meist schwach; fein gepulvert oder erwärmt wird die Reaktion stärker. Mischgesteine können dennoch punktuell kräftig reagieren, wenn sie Calcit enthalten.

Säure gehört nicht an unbekannte, wertvolle oder polierte Stücke und nur in sachkundige Hände mit Schutzbrille, geeigneter Unterlage und korrekter Entsorgung. Für zu Hause sind Spaltwinkel, Härte und Gefüge die sicherere erste Stufe. Eine genaue Trennung von Dolomit und Calcit kann Röntgendiffraktometrie oder andere Laboranalytik erfordern.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

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