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Facettenreicher Mineralkristall als Illustration für Granat

Silikatmineralgruppe · STEINREICH-LEXIKON

Granat bestimmen: Kristallform, Härte & Farben

Granat ist eine Mineralgruppe mit häufig dodekaedrischen oder rundlich wirkenden Kristallen. Viele Granate sind rotbraun, doch grüne, orange, gelbe und schwarze Varianten kommen ebenfalls vor.

STEINREICH Redaktion
Granat im Bild: Facettenreicher Mineralkristall als Illustration für GranatBild: STEINREICH · Referenzmotiv; natürliche Fundstücke können abweichen.
KURZANTWORT

Granat: das wichtigste Merkmal

Kantig-rundliche Kristalle mit hoher Härte und ohne gute Spaltflächen passen zu Granat, besonders in Glimmerschiefer oder Gneis. Rotbraune Farbe allein ist kein Beweis.

QUERVERBINDUNG

Im Themenfeld weiterdenken

Roter Granat kann Rubin ähneln. Vergleiche außerdem Turmalin und Olivin, beschreibe den Glanz und beachte bei eingewachsenen Kristallen das metamorphe Umfeld von Gneis oder Schiefer.

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Granat ist eine ganze Mineralfamilie

Zu den Granaten gehören unter anderem Almandin, Pyrop, Spessartin, Grossular und Andradit. Sie teilen eine Grundstruktur, unterscheiden sich aber chemisch und farblich.

Dunkelrote bis rotbraune Kristalle sind häufig, aber nicht universell. Manche Granate sind grün, orange oder nahezu schwarz.

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Form, Härte und Bruch

Granatkristalle wirken oft wie vielkantige, leicht gerundete Körner. Sie besitzen keine gute Spaltbarkeit und brechen unregelmäßig bis muschelig.

Die Härte liegt im Bereich von Quarz oder etwas darüber und reicht meist zum Ritzen von Glas. Eingewachsene kleine Kristalle sollten jedoch nicht aus dem Muttergestein gebrochen werden.

03

Granat im Muttergestein

Granat tritt häufig in metamorphen Gesteinen wie Glimmerschiefer und Gneis auf. Seine Anwesenheit kann Hinweise auf Druck- und Temperaturbedingungen während der Metamorphose geben.

Rotes Glas, Korund oder andere rote Minerale können lose Stücke imitieren. Kristallform, Härte, Dichte und geologischer Kontext liefern gemeinsam die bessere Bestimmung.

QUELLENGRUNDLAGE

Weiter prüfen.

Für die fachliche Einordnung wurden öffentlich zugängliche Lehrmaterialien herangezogen. Die Links führen zu den jeweiligen Originalquellen.

Makroskopische Merkmale grenzen eine Probe ein, ersetzen aber keine Laboranalyse. Hinweise auf Fehler kannst du über die Kontaktseite melden.

Im selben Themenfeld

Roter Korund

Rubin

Farbe allein beweist keinen Rubin. Zu rotem Korund passen Mohshärte 9, eine Dichte um 4,0 g/cm³, Glas- bis Diamantglanz, weißer Strich und fehlende echte Spaltbarkeit. Natürlicher und synthetischer Rubin besitzen dieselbe Mineralart und können optisch sehr ähnlich sein. Wärmebehandlung, Diffusion und Glasfüllung lassen sich zu Hause ebenfalls nicht sicher ausschließen.

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Silikatmineralgruppe

Turmalin

Ein länglicher, stark längsgeriefter Kristall mit hoher Härte und dreieckig wirkendem Querschnitt passt zu Turmalin. Farbe allein ist wegen der großen Vielfalt kaum diagnostisch.

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Silikatmineralgruppe

Olivin

Olivgrüne, glasige Körner mit hoher Härte und ohne deutliche Spaltflächen passen zu Olivin. Farbe allein genügt nicht, weil auch Epidot, Glas oder verwitterte Minerale grün sein können.

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Metamorphes Gestein

Gneis

Achte zuerst auf wechselnde helle und dunkle Lagen. Sind Quarz, Feldspat und dunkle Minerale sichtbar, aber deutlich eingeregelt oder gebändert, spricht das eher für Gneis als für Granit.

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Bestimmungsmethode

Mohshärte

Teste vorsichtig an einer unauffälligen, frischen Stelle: Hinterlässt ein Prüfmaterial eine bleibende Furche statt nur Abrieb, ist es härter als die Probe. Wiederhole den Vergleich in beide Richtungen und kombiniere ihn mit weiteren Merkmalen.

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Bestimmungsmethode

Dichte

Wiege die trockene Probe in Gramm, bestimme ihr Volumen in Kubikzentimetern durch Wasserverdrängung und rechne Masse geteilt durch Volumen. Bei porösen, löslichen oder wasserempfindlichen Stücken ist diese Methode ungeeignet.

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