Beobachten · testen · dokumentieren
Bestimmungsmethoden für Steine: Tests & Merkmale
Bestimmungsmethoden machen Beobachtungen vergleichbar. Glanz und Säuretest beantworten verschiedene Teilfragen und werden erst im Merkmalsverbund aussagekräftig.
08 ausführliche EinträgeSinnvoll eingrenzen
Merkmale
vor Namen.
Die Anleitungen erklären einfache makroskopische Prüfungen, ihre Aussagekraft und ihre Grenzen. Materialschonung und Sicherheit stehen vor einem schnellen Ergebnis.
Notiere jeden Befund getrennt: Härtebereich, Strich, Flächen, Bruch, Dichte und Magnetreaktion. Danach kannst du Kandidaten systematisch ausschließen, statt anhand eines auffälligen Merkmals zu raten.
- 01Erst beobachten, dann testen
- 02Ergebnis und Unsicherheit notieren
- 03Mehrere unabhängige Merkmale kombinieren
Bestimmungsmethoden von A bis Z
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Eintrag.
Jede Seite enthält eine Kurzantwort, einen Steckbrief, eine ausführliche Einordnung, Quellen und verwandte Begriffe.
Bruch
Betrachte eine vorhandene frische Trennfläche im Streiflicht. Gebogene, schalenförmige Linien sprechen für muscheligen Bruch; wiederholt ebene, parallele Flächen eher für Spaltbarkeit.
Eintrag lesen →02 · BestimmungsmethodeDichte
Wiege die trockene Probe in Gramm, bestimme ihr Volumen in Kubikzentimetern durch Wasserverdrängung und rechne Masse geteilt durch Volumen. Bei porösen, löslichen oder wasserempfindlichen Stücken ist diese Methode ungeeignet.
Eintrag lesen →03 · Optisches BestimmungsmerkmalGlanz
Glitzert dein Stein nur in einzelnen Punkten, betrachte die blinkenden Körner mit einer Lupe: dünne spaltbare Blättchen können Glimmer sein, messinggelbe kantige Körner Pyrit und glasige helle Körner Quarz oder Feldspat. Glänzt dagegen eine ganze Fläche, beschreibst du deren Glanzart. Erst Strichfarbe, Härte, Spaltbarkeit, Gefüge und Fundkontext grenzen die Kandidaten belastbar ein.
Eintrag lesen →04 · BestimmungsmethodeMagnetismus
Prüfe zuerst, ob ein kleiner Magnet stark und flächig oder nur punktuell anzieht. Kombiniere das Ergebnis mit Strichfarbe, Poren, Rost oder Metall, Dichte und Fundort. Ein schwarzer Strich plus starke Reaktion passt zu Magnetit; viele Blasen oder glasige Schmelzspuren sprechen eher für Industrieschlacke. Ein Meteorit bleibt selten und lässt sich mit einem Magnettest allein nicht bestätigen.
Eintrag lesen →05 · BestimmungsmethodeMohshärte
Teste vorsichtig an einer unauffälligen, frischen Stelle: Hinterlässt ein Prüfmaterial eine bleibende Furche statt nur Abrieb, ist es härter als die Probe. Wiederhole den Vergleich in beide Richtungen und kombiniere ihn mit weiteren Merkmalen.
Eintrag lesen →06 · Karbonat-Nachweis am GesteinSäuretest
Ein Tropfen Haushaltsessig auf wenig Material einer bereits beschädigten, frischen Stelle kann bei calcitreichem Gestein feine Kohlendioxid-Bläschen zeigen. Eine deutliche Reaktion stützt den Verdacht auf Karbonat, beweist aber keinen einzelnen Mineralnamen. Keine Reaktion mit schwachem Essig schließt Dolomit oder wenig Karbonat nicht sicher aus; Labor-Salzsäure gehört nicht in einen Heimtest.
Eintrag lesen →07 · BestimmungsmethodeSpaltbarkeit
Suche nach mehreren glatten, parallelen Flächen, die sich im Stück wiederholen. Ein zufälliger glatter Bruch reicht nicht: Spaltflächen folgen festen Richtungen und treten bei geeigneten Kristallen immer wieder auf.
Eintrag lesen →08 · BestimmungsmethodeStrichfarbe
Ziehe eine frische Kante mit wenig Druck über eine unglasierte Strichtafel. Beurteile die Farbe der zurückbleibenden Pulverlinie – nicht eine bloße Kratzspur in der Platte und nicht die äußere Farbe des Minerals.
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